Logo des Ingenieurbüro Reinhard Beck GmbH & Co. KG
Aktuelles aus dem Büro
Aktuelles
Infos
2D gekoppelte Berechnung

Kernaussagen des IBBeck zu den Erfahrungen mit den hydraulisch gekoppelten 2D-Abflussberechnungen mit Überregnung  

Stand Oktober 2017

  • Straßen werden schon immer als hydraulische Vorflut benutzt, sie sind also ein Teil der Siedlungsentwässerung. Auch in den Bereichen, wo noch keine hydraulischen Gefahren bestehen oder gar kein Kanal existiert.

  • Will man alles Wasser am Entstehungsort von der Straße in den Kanal bekommen (bis Tn = 25 a) ist in etwa die 3-fache Anzahl an Straßeneinläufen notwendig.

  • Straße stellt den Transportweg zu den Notentwässerungssystemen (Noteinläufe, Notwasserwege) dar.

  • An den richtigen Stellen (siehe Berechnung) dient ein Notentwässerungssystem aus Noteinläufen dazu, den Kanal zu füllen, vorhandene Kapazität auszunutzen und zusätzliche Sicherheit mit angemessenem Aufwand zu schaffen.

  • Notentwässerungseinrichtungen werden für extreme Lastfälle in Bereichen mit hohem Schadenspotential vorgehalten. Notwasserwege aus Straße, Grünfläche, Gewässer … bilden das notwendige Vorflutsystem für Starkregen größer Tn = 25 a.

  • Vermeidung von Abfluss (Schwammstadt) als wichtiger Baustein für die Klimaanpassung ist ein „Ganzjahresthema“, ist wirksam für ~ 99 % aller Niederschläge.

  • Alle Bausteine werden für eine zukunftsfähige, wassersensible Stadtentwicklung benötigt.

  • Die fiktiven Haltungsmodelle (DWA-A 118) waren nur ein rudimentäres Oberflächenmodell – einfacher Ansatz, große Sicherheiten, Grundlage für die hohe Leistungsfähigkeit unserer Netze.

  • 2D bidirektionale Berechnungen mit Beregnung zeigen ein deutlich anderes Abflussverhalten als das Haltungsmodell!

  • Die Abflussvolumenbilanzen zeigen deutlich:
    • Die Retentionswirkung der Oberfläche (DGM) ist deutlich größer.
    • Die Einlaufstruktur ist begrenzt bzw. es fließt ein großer Anteil des Abflusses an ihr vorbei.

  • Der Kanal ist bei Tn = 30 a nicht ausgelastet, ca. 50 % der Kanallänge weist Belastungen < 90 % aus. Das ändert sich auch nicht bei Tn = 100 a.

  • Straße braucht eine „Mindestqualität“ damit sie als hydraulische Vorflut genutzt werden kann (Schlaglöcher sind gefährlich, nicht nur für den Verkehr  → Erosionsgefahr).

  • Die Sanierungsstrategie ändert sich grundsätzlich, da die hydraulische Sanierung von Kanälen die Ausnahme darstellt. In jedem einzelnen Risikobereich ist differenziert nach einer Lösung zu suchen und deren Wirksamkeit sowie die Verträglichkeit für Unterlieger zu belegen.

  • Sofortmaßnahme: In kritischen Muldenlagen sollten in einem ersten Schritt Schachtdeckel mit großen Öffnungen in Regen- und Mischwassernetzen eingebaut und die Schlammfänge entfernt werden.

  • Im Flachland ist die Einlaufinfrastruktur leistungsfähiger, die Fließwege sind weniger ausgeprägt und der Gebietsrückhalt ist größer, so dass von einem geringeren Gefahrenpotential durch Sturzfluten ausgegangen werden kann.

  • Die Modelltechnik für die gekoppelte 2D-Abflussberechnung mit Überregnung steckt in der Entwicklung, eine belastbare Überprüfung der Ereignisse ist schwierig aber dringend notwendig.

Trennlinie-blau-2015
Logo
Ingenieurbüro Reinhard Beck GmbH & Co. KG
Kocherstr. 27 
D-42369 Wuppertal 
Tel.: +49 (202) 24678-0 
Fax : +49 (202) 24678-44 

E-Mail:  info@ibbeck.de
Internet: www.ibbeck.de 
  
Wir sind Mitglied:
Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V
Ingenieurkammer-Bau Nordrhein-Westfalen
Landesverband BWK-NRW e.V.