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Straßenerneuerung und Kanalsanierung in Asenbach


Das Ingenieurbüro Beck übernimmt die Planungen für die Straßenerneuerung und Kanalsanierung des Volmetaler Stadtteils Asenbach. Das hat der Bau- und Planungsausschuss bei einer Sitzung im Ratssaal beschlossen und die nötigen Mittel freigegeben. Konkret geht es um eine Erneuerung der Straße auf einer Fahrbahnbreite von 5,50 Metern und einen neuen Gehweg von 1,50 Meter Breite. Zeitgleich werden punktuelle Schäden am Kanal mittels Sanierungsroboter behoben. Insgesamt fallen nach den Berechnungen des Ingenieurbüros Beck rund 2,5 Millionen Euro für den Vollausbau der Straße samt einseitigem Ausbau des Gehwegs, der Reparatur des Mischwasserkanals und der Sanierung der Bachverrohrung an.


Bei der Ratssitzung vor Ort waren Christian Fengler und Karl Gerhard vor Ort. Um zu verdeutlichen, wie dringend die Maßnahmen sind, machten sie auf geflickte Bereiche, Risse und Fehlstellen in der Straße aufmerksam. „Die bisher durchgeführten Unterhaltungsarbeiten reichen nicht mehr aus, um die Straße dauerhaft in einem ordnungsgemäßen Zustand zu erhalten“, sagte Fengler: „Eine Erneuerung der Deckschicht allein genügt nicht, nach kurzer Zeit würden sich wieder Risse bilden.“



Grundwassermodellierung


Wenn es um hydrogeologische Fragen geht, sind Grundwassermodelle wichtige Hilfsmittel. Durch sie lässt sich prognostizieren, was passiert, wenn in den Grundwasserhaushalt eingegriffen wird - beispielsweise durch eine Wasserentnahme. Basis dafür ist die mathematische Beschreibung von Grundwasserströmungs- und Transportvorgängen.


Für einfache Betrachtungen und homogen verteilte Parameter existieren analytische Lösungen. Diese Gleichungen liefern exakte Lösungen und haben einen geringen Rechen- und Programmieraufwand.


Sobald komplexere Randbedingungen und inhomogene Untergrundparameter vorhanden sind, kommen numerische Verfahren und Modelle zum Einsatz. Dabei wird zwischen Finite-Differenzen, Finite-Elementen und Finiten-Volumen unterschieden.


Keine der Methoden führt grundsätzlich zu besseren Ergebnissen. Je nach eingesetzter Software wird eine der Methoden verwendet. Mit der Finiten-Element Methode lassen sich beispielsweise räumliche Strukturen flexibler nachbilden als mit der Finiten-Differenz Methode.


Prinzipiell wird zwischen Porengrundwasserleiter, Kluftgrundwasserleiter und Karstgrundwasserleiter unterschieden. Mit einem Grundwassermodell lassen sich beispielsweise folgende Fragestellungen bearbeiten:



  • Wasserrechtsanträge für Baumaßnahmen (Einleitung/Entnahme)

  • Einzugsgebiete von Grundwasserentnahmen -> Ausweisung von Wasserschutzzone, Grundwassersanierungsmaßnahmen

  • Auswirkungen von tiefgründenden Bauwerken - Sperrwirkung, Änderung von Fließrichtungen und Fließgeschwindigkeiten

  • Ermittlung von Flurabständen

  • Ermittlung von Grundwassergleichenkarten

  • Auswirkungen von Bergsenkungen

  • Gewässerverlegung / Veränderungen an der Gewässersohle

  • Auswirkungen auf das Grundwasser von Gewässereinleitungen

  • Erstellen von Grundwassersanierungskonzepten (Brunnenstandorte, Fördermengen)

  • Auswirkung von Klimaveränderung -> veränderte Grundwasserneubildung


Mögliche Grundwassermodelltypen sind 2D-Modelle, 3D-Modelle oder Vertikalmodelle. Die Art der Fragestellung bedingt den Modelltyp.


Ein 2D-Modell wird aufgebaut, wenn



  • Die Strömung nahezu horizontal erfolgt,

  • die Mächtigkeit des Aquifers sehr viel kleiner als dessen horizontale Erstreckung ist,

  • ein Grundwasserstockwerk betrachtet wird oder

  • Brunnen voll verfiltert sind.


Ein 3D-Modell wird aufgebaut, wenn



  • die Strömung eine vertikale Komponente hat,

  • Grundwasserentnahmen aus anderer geologischen Schichten erfolgen oder

  • mehrere Grundwasserleiter (GW-Leiter/GW-Stauer/GW-Leiter) vorhanden sind.


Ein Vertikalmodell wird aufgebaut, wenn eine "1m" Betrachtung zum Beispiel für die Ermittlung von Sickerlinien bei Talsperren, Dämmen oder Deichen durchgeführt wird.


Für ein Grundwassermodell ist ein Modellrand festzulegen. Modellränder können entlang bekannter Wasserstände (zum Beispiel große Gewässer oder Vorfluter), entlang bekannter oder geschätzter Zuflussmengen oder entlang einer Isolinie ohne Zufluss (Wasserscheide) angesetzt werden.


In das Modell müssen als Zwangsgeometrien unter anderem Brunnen, Messstellen, tiefgründende Gebäude und Gewässersystem eingearbeitet werden. Innerhalb des Modellrands wird ein Netz aus Knoten und Elementen erzeugt. Je nach verwendeter Software kann das Netz nur aus Dreiecken, nur aus Vierecken oder aus Drei- und Vierecken bestehen.


Den Knoten und Elementen müssen anschließend Eigenschaften sowie Rand- und Anfangsbedingungen zugewiesen werden. Das Modell benötigt in Abhängigkeit der Fragestellung zum Beispiel:



  • Geländeoberfläche (DHM)

  • Durchlässigkeit (aus Literatur, Pumpversuche, Kalibriergröße)

  • Porosität

  • Unterfläche (geologische Schichtgrenze mit deutlich kleinerer Durchlässigkeit)

  • Festes Potential (mindestens an einem Knoten)

  • Gemessene Grundwasserstände für die Kalibrierung

  • Entnahmen/Einleitungen

  • Grundwasserneubildung (je nach Verfahren: Niederschlag, Bodentyp, Bodennutzung, Neigung des Geländes,…)

  • Leakage und ggf. Wasserstände von Vorflutern/Gewässern

  • Einbindetiefen von sperrenden Bauwerken


Die Berechnung erfolgt mit Hilfe von Gleichungslösern auf Basis der Kontinuitätsgleichung und des Darcy-Gesetzes. Das Ergebnis der Berechnung wird durch die Auswertung der Wasserbilanz kontrolliert.


Prinzipiell muss zwischen einer stationären und einer instationären Berechnung unterschieden werden. Nach der Erstellung wird das Modell kalibriert. Die Kalibrierung erfolgt meist mit gemessenen Grundwasserständen. Dabei ist möglichst eine Mittelwassersituation zu verwenden.


Bei einer stationären Kalibrierung wird die angesetzte Durchlässigkeit durch die Berechnung überprüft und gegebenenfalls iterativ verändert, damit die gemessenen Grundwasserstände möglichst genau mit den berechneten Grundwasserständen übereinstimmen. Bei einer instationären Kalibrierung kommt noch der Speicherterm (Porosität) als weitere Kalibriergröße hinzu. Ein kalibriertes Modell wird als prognosefähig angesehen. Das Ergebnis einer Strömungsberechnung sind Grundwasserstände, Grundwasserfließrichtungen und Grundwasserfließgeschwindigkeiten.



Schwebebahnlauf 2018


Sportlich und fit unterwegs: Auch beim Schwebebahnlauf 2018 hat das Team des Ingenieurbüros Beck in diesem Jahr teilgenommen - insgesamt mit neun Läufern (Sebastian Arns, Cirsten Bussmann, Kai Dankowski, Anna Giskes, Dominik Grüner, Maren Schlag, Martin Schwefringhaus, Simon Schwefringhaus, David Wollmer). Trotz der hohen Temperaturen sind alle wohl behalten ins Ziel gekommen und hatten gemeinsam einen schönen Tag. Das Team freut sich schon auf den Lauf im kommenden Jahr!



Neues Elektro-Auto


Die E-Auto-Familie des Ingenieurbüros Becks hat Zuwachs bekommen: Ein weiterer Renault Zoe ergänzt ab sofort die Fahrzeugflotte des Unternehmens. Damit setzt das Ingenieurbüro seinen bereits eingeschlagenen, grünen Weg konsequent fort. Es besitzt inzwischen nicht nur mehrere E-Autos, sondern auch eine eigene Schnellladesäule und eine Photovoltaikanlage auf dem Dach.



"Mir wurde schnell klar, dass ich bleiben möchte"


Anne Giskes, 29, ist seit etwas mehr als einem halben Jahr beim Ingenieurbüro Beck. Sie arbeitet als Projektmanagerin und Projektleiterin im Bereich Entwurfs- und Genehmigungsplanung.


Wo bist du geboren und wie alt bist du?
Ich bin in Wuppertal geboren und 29 Jahre alt.


Wie bist du zum Ingenieurbüro Beck gekommen?
Ich habe während meines Studiums ein Praktikum im Ingenieurbüro Beck absolviert. Da wurde mir schnell klar, dass ich gerne hier bleiben möchte.


Was genau machst du beim IBBeck, was sind deine Aufgaben?
Ich bin für die Projektbearbeitung und Projektleitung im Bereich der Entwurfs- und Genehmigungsplanung zuständig.


Worauf freust du dich, wenn du morgens zur Arbeit kommst?
Ich freue mich auf neue Aufgaben und Projekte. Meine Arbeit ist wirklich vielseitig und abwechslungsreich, langweilig wird mir eigentlich nie.


Wie hast du den Einstieg beim IBBeck erlebt, was hat dir gefallen, was ist dir in Erinnerung geblieben?
Zu Beginn war natürlich alles mit viel Input verbunden, allerdings wurde es einem auch geduldig näher gebracht und erklärt. Ich konnte viele Fragen stellen – daher ist mir der Einstieg nicht schwer gefallen. Was mir besonders gut gefallen hat und auch in Erinnerung geblieben ist, ist die Hilfsbereitschaft der Kollegen und die Aufgeschlossenheit im Team.


Wenn du nicht gerade arbeiten bist, was machst du dann?
In meiner Freizeit spiele ich Feldhockey und reise gerne.



Technisch hochgerüstet


Starkregenanalysen, hochauflösende Karten, komplizierte Berechnungen, Niederschlagsmodelle: für all das braucht das Ingenieurbüro Beck eine unglaubliche Rechenleistung. Um künftig noch schneller und präziser arbeiten zu können, wurde daher in den vergangenen Monaten ordentlich aufgerüstet. Dabei sind die unterschiedlichen Rechensysteme zumeist direkt mit dem Speichersystem über spezielles Netzwerk verbunden und nutzen dieses wie eine sehr große, sehr schnelle Festplatte.


Auf den Systemen laufen (topografische) Analysen, hydrodynamische Simulationen (2D und 3D) und nebenher werden sie genutzt, um sonstige große und kleine Arbeiten mit großen Datenmengen durchzuführen, die auf den Arbeitsplatzrechnern zu langsam wären oder nicht in den Arbeitsspeicher passen würden. "Wir können mit den Systemen einerseits deutliche größere Datenmengen, sprich Modelle rechnen, zum Beispiel eine ganze Stadt anstatt nur einen Stadtteil auf einmal berechnen. Andererseits können wir kleinere Modelle deutlich schneller berechnen. Manche Analysen laufen nur auf den GPU-Rechensystemen, da ich diese teils speziell für diese Systeme geschrieben habe", erklärt Jonas Beck.


GPU (Graphics Processing Unit oder auch Parallel Processing Unit) Systeme haben neben den normalen Prozessoren Grafikkarten, die einzig den Zweck haben, Berechnungen zu beschleunigen. Diese speziellen Grafikkarten sind schnell und teuer. Von der Funktion her sind sie vergleichbar damit hunderten zusätzlicher kleiner CPUs. "Wir können jetzt also Modellgrößen und Verfahren rechnen, die vorher gar nicht möglich waren, und Berechnungen durchführen, die vorher sehr zeitaufwändig gewesen sind. Dadurch, dass wir mehrere Systeme haben, können wir natürlich nochmal mehr parallel bearbeiten."


Was dabei alle Systeme gemeinsam haben, sind gute CPUs, mit vielen Kernen, sehr viel Arbeitsspeicher und die direkte Anbindung an das spezielle Speichersystem. So hat zum Beispiel eine normale Workstation 6 Prozessorkerne und 24GB Ram - was eigentlich schon viel ist. Die beiden großen CPU-Rechensysteme haben dagegen 40 Kerne und 512GB Ram - können also mehr als sechs Mal so viele Prozesse gleichzeitig durchführen und 20 Mal so viele Daten im Speicher behalten. "Ohne die Systeme hätten wir viele unserer Simulationen in 10 bis 20 kleinere Simulationen teilen und alle einzeln hintereinander am Arbeitsplatz durchrechnen müssen. Das wäre deutlich mehr Aufwand gewesen und hätte entsprechend länger gedauert."



Erstellung von Starkregengefahrenkarten


Durch die globale Erwärmung kam es in den vergangenen Jahren immer häufiger zu Starkregenereignissen mit zum Teil verheerenden Auswirkungen. Man nimmt derzeit an, dass Niederschlagsintensitäten von Starkregen mindestens stagnieren, wahrscheinlich aber weiter ansteigen. Um die Auswirkungen solcher Ereignisse im städtischen Kontext bewerten zu können, bedarf es spezieller Oberflächenabflussmodelle, die Wassertiefen bei einem definierten Ereignis darstellen.


Als Teil eines Klimaanpassungskonzeptes oder zur Aufstellung eines Starkregenrisikomanagements beauftragen immer mehr Kommunen die Erstellung einer stadtgebietsweiten Starkregengefahrenkarte. Anhand dieser lassen sich Hotspots feststellen und die Empfindlichkeit der Bebauung und der kritischen Infrastruktur analysieren. Die Karten stellen den potentiellen Abfluss bei verschiedenen Starkregenereignissen dar. Visualisiert werden Überflutungshöhen und -ausdehnungen. Überflutungen aus Gewässern werden dabei nicht berücksichtigt. Für diese gibt es eigene Karten.


Das Ingenieurbüro Beck wurde von verschiedenen Kommunen beauftragt eine Starkregengefahrenkarte zu erstellen. Zu diesen Kommunen gehören beispielsweise:


- Herne (Modellgröße: ca. 80 km²)
- Schwerte (Modellgröße: ca. 65 km²)
- Hagen (Modellgröße: ca. 160 km²)
- Dortmund (Modellgröße ca. 300 km²)


Alle Gefahrenkarten wurden mittels einer 2D-Oberflächenberechung erstellt. Grundlage für die Modelle sind die Laserscandaten vom Land NRW sowie die Gebäudeumringe. Je nach Verwendung der Karten, können verschiedene Flächennutzungen berücksichtigt werden und Versickerungsraten sowie Rauheiten darauf angepasst werden. Häufig wird allerdings bei stadtgebietsweiten Starkregengefahrenkarten von einem Worst Case-Szenario ausgegangen und die Versickerung vernachlässigt.


Um die Gefährdung und das daraus resultierende Risiko einzuschätzen zu können, kann es sinnvoll sein, verschiedene Szenarien zu untersuchen. Dabei wird in der Regel ein Extremregen (z.B. 90 mm in einer Stunde), ein außergewöhnlicher Starkregen (z.B. Tn = 100 a) und ein seltener Starkregen (z.B. Tn = 30 a) untersucht. Die Modelle bilden die Entstehung und den zeitlichen Verlauf des Starkregenabflusses möglichst genau nach und erlauben so eine gute Einschätzung der Starkregengefahr im Stadtgebiet.


Zur Risikokommunikation vor allem mit dem Bürger können die ermittelten Wasserstände in Gefärdungsklassen (geringe bis sehr hohe Gefährdung) übersetzt werden. Bei einer späteren Risikokartierung können diese Gefährdungsklassen mit der Empfindlichkeit verschiedener Objekte im Stadtgebiet verschnitten werden. 



Ladesäule für Elektrofahrzeuge


Elektrofahrzeuge hat das Ingenieurbüro bereits länger im Fuhrpark - und damit gute Erfahrungen gesammelt. Nun gibt es vor Ort auch die passende Ladesäule. An ihr können der firmeneigenen E-Smart sowie die Plug-In-Hybride und der noch neue Renault Zoe geladen werden. Und das deutlich schneller, als wenn die Autos am Normalstrom in der Garage angeschlossen werden. Durch die neue Ladesäule stehen nach etwa anderthalb Stunden wieder rund 80 Prozent der Batterieleistung zur Verfügung. Für das Ingenieurbüro Reinhard Beck ist das ein wichtiger Beitrag zum nachhaltigen Umweltschutz und zur Ressourceneffizienz.



Vom Studenten zum Projektleiter


Unser neuer Mitarbeiter, Kollege und Projektleiter Kai Dankowski im Interview.


Wie alt bist du und welche Position hast du im Ingenieurbüro Beck?
Ich bin 31 Jahre alt und arbeite als Projektleiter im IBBeck. Zurzeit bearbeite und unterstütze ich laufende Projekte in allen Leistungsphasen. Mein späteres Aufgabenfeld wird die Ausführungsplanung bis hin zur Bauüberwachung sein.


Wie bist du zum Ingenieurbüro Beck gekommen?
Ich habe 2016 im Büro als studentische Hilfskraft neben dem Masterstudiengang angefangen. Zuvor hatte ich diverse Aushilfstätigkeiten in einem Handwerksbetrieb, in einem Ingenieurbüro für Geotechnik sowie als studentischer Mitarbeiter am Lehrstuhl für Boden- und Grundwassermanagement der Bergischen Universität Wuppertal. Da sich im Laufe meines Bauingenieurstudiums mein Interesse in Richtung Wasserbau/-wirtschaft vertieft hat, war es für mich der nächste logische Schritt auch Erfahrungen bei einem Ingenieurbüro oder Unternehmen in diesem Bereich zu machen. Eine Freundin empfahl mir daraufhin die Bewerbung als studentische Hilfskraft beim IBBeck.


Wie lange warst du studentische Hilfskraft, was hat zu deinen Aufgaben gehört und was hast du besonders gerne gemacht?
Ungefähr 2 Jahre. Zu den Aufgaben im Bereich der Projektbearbeitung gehörten Recherche- und Studienarbeiten, kleinere hydraulische Berechnungen, Rechnungsprüfungen sowie Orts- und Gewässerbegehungen. Außerdem fielen auch die typischen Büroarbeiten einer studentischen Hilfskraft wie z. B. Botenfahrten in mein Tätigkeitsfeld. Besonders gerne bin ich Aufgaben nachgegangen, bei denen man den direkten Bezug zum späteren Bauprojekt hatte.


Wann und wieso wurde dir klar, dass du gerne beim IBBeck bleiben möchtest?
Seit Anfang 2017 konnte ich vermehrt Erfahrungen in der örtlichen Bauüberwachung sammeln und habe auch großen Gefallen daran gefunden, die Projekte bei der Umsetzung zu begleiten. Als ein Ende meines Studiums in Aussicht stand, habe ich mich um eine Anstellung in der Ausführungsplanung und Bauleitung beworben. Dass die erste Bewerbung speziell beim IBBeck erfolgte liegt zum einen am Team Beck und zum anderen am spannenden und breitgefächerten Aufgabenspektrum, das einem hier geboten wird.


Was hat sich an deinen Aufgaben geändert, seit du fest bei IBBeck arbeitest?
Der Fokus liegt jetzt selbstverständlich total auf der Projektarbeit. Das erfordert das eigenständige arbeiten sowie die Kommunikation im Team und mit den Auftraggebern. Durch die umfassendere Auseinandersetzung mit einem Projekt wächst natürlich der Spaßfaktor. Zum anderen merkt man die steigende Verantwortung, die dieser Job mit sich bringt.


Wie kommst du mit deinen Kollegen zurecht?
Sehr gut. Ich kannte die Kollegen ja bereits. Aber besonders jetzt während der Einarbeitungsphase merke ich, wie ich im Büro aufgenommen werde. Auch außerhalb der Arbeitszeit steht man mit den Kollegen gerne in Kontakt und es wird etwas unternommen.


Was tust du, wenn du nicht gerade arbeitest?
In meiner Freizeit bin ich gerne aktiv. Dazu gehört der sportliche Ausgleich neben der Arbeit genauso wie das Treffen mit Freunden und Familie. Am liebsten bin ich zu beiden Sachen an der frischen Luft unterwegs. Sehr gerne werde ich auch handwerklich tätig und schaffe mir kleine Projekte.


Was möchtest du in den kommenden Jahren gerne beruflich erreichen?
Zuerst ist es mein Ziel eine Eigenständigkeit als Projektleiter zu entwickeln und die Erwartungen, unter anderem an mich selbst, zu erfüllen. Gerne möchte ich später an Wasserbauprojekten oder an Entwicklungen im Bereich der Wasserwirtschaft mitwirken auf die ich in ferner Zukunft stolz zurückblicken kann.



Vortrag bei den Göttinger Abwassertagen 2018


Der Klimawandel und die Klimafolgenanpassungen stehen nach den letzten Starkregenereignissen 2016 und 2017 nicht nur in der Bevölkerung sondern auch in vielen Kommunen und Unternehmen im Fokus. Dazu hat IBBeck-Geschäftsführer Reinhard Beck nun bei den Göttinger Abwassertagen 2018 einen Vortrag gehalten. Sein Thema: "Modelle, Möglichkeiten und Grenzen: Starkregen-Vorsorge im Dialog."


Den Vortrag können Sie hier herunterladen.



"Spannende, vielseitige Projekte"


Kürsat Altun ist beim Ingenieurbüro Beck für die Ausführungsplanung und die Bauüberwachung zuständig. Im Interview erzählt er, wie sein erster Eindruck von der neuen Stelle ist.


Wie alt bist du und wo wohnst du? 
Ich bin 37 Jahre alt und wohne in Wuppertal.


Wie ist dein Bezug zu Wuppertal? 
Nach meinem Bachelorabschluss in der Türkei bin ich im März 2003 nach Deutschland gekommen, um an der Uni Wuppertal meinen Master zu machen. Seitdem wohne ich in Wuppertal.


Wie kam es, dass du beim Ingenieurbüro Beck angefangen hast? 
Ich war zwischen 2014 und 2017 bei der Baumaßnahme Abwasserkanal Emscher als Bauüberwacher tätig. Der Bereich hat mir gut gefallen und ich wollte im Bereich Stadtentwässerung weiter arbeiten. Zuvor war ich bei der Planung und Bauüberwachung der Deponie- und Abwasserbehandlungsanlagen beschäftigt. Dann habe ich die Stellenausschreibung gesehen und mich beworben.


Was war für dich der Grund, am Ende zuzusagen? 
Nach meinem Bewerbungsgespräch hat Herr Beck mich durch die Büros geführt und mir die Kolleginnen und Kollegen vorgestellt. Dabei habe ich gesehen, dass die Mitarbeiter hier gerne arbeiten. Nach 4 Monaten im IBBeck kann ich meinen ersten Eindruck bestätigen.


Wie hast du die erste Zeit im Ingenieurbüro Beck erlebt? 
Neue Stelle, neue Kollegen und Kolleginnen, dank familiärer Atmosphäre war das Einleben kein Problem. Man wird unterstützt und  die interne Kommunikation funktioniert sehr gut. Ich habe mich in Projekte, die ich später übernehmen sollte, und in die Projektunterlagen eingelesen. Jedes Projekt wurde mir nochmal vorgestellt. Einige Projekte habe ich bereits abgeschlossen.


Wie ist der Umgang mit den Kollegen? 
Sie sind nett und bieten gerne ihre Hilfe an. Sie haben mich herzlich aufgenommen. Man fühlt sich hier geschätzt.


Was gehört alles zu deinen Aufgaben? 
Meine Aufgabe ist hauptsächlich die Bearbeitung der LPH 5-9 gemäß HOAI


- Ausführungsplanung, LPH 5 
- Vorbereitung der Vergabe, LPH 6 
- Mitwirkung bei der Vergabe, LPH 7 
- Objektüberwachung (Bauüberwachung), LPH 8 
- Objektbetreuung und Dokumentation, LPH 9


für unsere Baumaßnahmen von der Stadtentwässerung wie z. B. Kanalbau (offene Bauweise und geschlossene Bauweise -Rohrvortrieb-, Sonderbauwerke)


Auf welche Herausforderungen freust du dich besonders? 
Dass ich im Umgang mit schwierigen Projektbeteiligten am Ende dennoch einen versöhnlichen Abschluss finde und auf spannende und vielseitige Projekte.


Wenn du nicht arbeitest: Wie verbringst du deine Freizeit? 
Ich verbringe viel Zeit mit meiner Familie, am liebsten spiele ich mit meinem dreijährigen Sohn. Ich lese viel und schaue gerne Filme.



Broschüre: Rechtliche und wirtschaftliche Analyse der Abwasserableitung


Laut den aktuellen Klimaprojektionen werden Starkregenereignisse in der Zukunft vermehrt auftreten, aber auch in der Vergangenheit führten schon zahlreiche starke Niederschlagsereignisse zu Überflutungen. Schon heute wird die Straße in urbanen Räumen (Gemeindestraßen) "ungeplant" zur Ableitung von Abflüssen nach seltenen und extremen Niederschlagsereignissen genutzt, weil das Wasser entweder nicht zu den Sinkkästen gelangt, oder die Kanalisation bereits ausgelastet ist.


Daher liegt die Idee nahe, die Straße als primären Abflussweg zu nutzen, um Starkregen auf weniger empfindliche Flächen oder direkt in die Vorflut zu führen. Es sollen dabei planerische Abflusswege vorgegeben und ein willkürliches (oder wildes) Ableiten des Wassers verhindert werden, so dass ein Freihalten von sensiblen Bereichen besser erfolgen kann.


Gefördert vom Landesumweltamt und im Auftrag der Technischen Betriebe Solingen hat das Ingenieurbüro Reinhard Beck die Wirtschaftlichkeitsanalyse für die Broschüre "Ableitung von extremen Niederschlagsereignissen im urbanen Raum: Rechtliche und wirtschaftliche Grundsatzanalyse der Abwasserableitung im urbanen Straßenraum (RA-AUS)" erarbeitet. Das Gesamtergebnis des Forschungsprojektes zeigt, dass eine Anpassung des Straßenquerschnitts zur schadlosen Ableitung von Starkregen in den meisten Fällen nicht nur wirtschaftlicher ist, sondern auch rechtlich umsetzbar und durch Abwassergebühren finanzierbar.


Der ausführliche Bericht wird Ende des Jahres veröffentlicht.



Eine Milliarde Euro Schaden durch Starkregen


Das Wetter wird extremer, besonders heftige Niederschläge nehmen zu: Was für viele eine gefühlte Tatsache ist, lässt sich nun auch durch Zahlen belegen. In diesem Fall stammen sie von den Versicherern, die jetzt bekanntgegeben haben, dass durch Starkregen allein im vergangenen Jahr Schäden in Höhe von fast einer Milliarde Euro entstanden sind.


Dramatisch ist diese Zahl vor allem, weil sie fast zehn Mal so hoch ist wie noch im Jahr davor. Dabei sei bereits jetzt erkennbar, dass siech der Wechsel zwischen Jahren mit starken und Jahren mit schwachen Schäden verkürze, melden die Versicherer. 


Eine Möglichkeit, diesen Herausforderungen zu begegnen und Schäden zu minimieren, sind Hochwassergefahren- und Risikokarten. Sie identifizieren Schwachstellen und zeigen auf, wie sie beseitigt werden können. Erfahren Sie hier mehr!


Foto: pixabay.com



IBBeck beim Fahrsicherheitstraining


Am vergangenen Samstag hat das Ingenieurbüro Beck (organisiert über die VBG) ein Fahrsicherheitstraining absolviert. Durchgeführt hat es die Verkehrswacht Solingen, auf dem Gelände der Vekehrsbetriebe Solingen. Teilgenommen haben 15 Leute aus dem Haus, die in zwei Gruppen geübt haben. Das Ziel: Das eigene Fahrzeug sicherer beherrschen und besser auf gefährliche Situationen reagieren können.



Betriebsausflug zum Haus Zillertal


Ende September hat das Ingenieurbüro Beck ein kleines Sommerfest mit Betriebsausflug gemacht. Nach einem üppigen Mittagessen ist das Team zum Haus Zillertal gewandert und hat dort in drei Gruppen den Nachmittag verbracht.


Eine Gruppe hat Kaffee getrunken, die zweite Gruppe gekegelt und die dritte Gruppe Minigolf gespielt - so war für jeden etwas dabei. Anschließend haben alle gemeinsam mit einem schönen Grillbuffet den Abend ausklingen lassen.



Einweihung der "Kunstrauschbank" in Ronsdorf


Am Dienstag, 5. September, fand die offizielle Einweihung der vom Ingenieurbüro geförderten "Kunstrauschbank" in Ronsdorf statt.


Die Kunstrauschbank ist ein Projekt, das durch die Damen des Kunstrauschmarktes Ronsdorf ins Leben gerufen, vom LAG (Landesarbeitsgemeinschaft Kunst und Medien NRW) unterstützt und durch viele Sponsoren getragen wurde. Das Ingenieurbüro Reinhard Beck als treuer Sponsor des Kunstrausches hat hier auch seinen Obolus geleistet und durfte an der offiziellen Einweihung mit Oberbürgermeister Andreas Mucke, Bezirksbürgermeister Harald Scheuermann-Giskes und vielen weiteren Sponsoren teilnehmen. Als regelmäßiger Sponsor bekam das Ingenieurbüro Reinhard Beck einen Ehrenplatz für sein Logo.


„Wir finden, dass wir hier ein sehr schönes Projekt unterstützt haben, das Menschen dazu einlädt zu verweilen, Geschichten zu hören oder sich einfach nur auszuruhen, auszutauschen und Menschen kennenzulernen. Und auch hier bestätigt sich einmal mehr: Wuppertal verbindet“, sagt Inhaber Reinhard Beck.



Flut muss nicht immer mit Wasser zu tun haben


Digitalisierung: Fluch oder Segen? Ein Kommentar von Volker Gursch.


Manchmal muss man im Leben anhalten, den Kopf heben und den Blick um sich schweifen lassen. In Ruhe einmal bewusst wahrnehmen, wo man gerade steht und was um einen herum in letzter Zeit so passiert ist.


Das Ingenieurbüro Reinhard Beck hat kurz angehalten und sich umgeschaut. Anlass war ein Mitarbeitergespräch, bei dem man per Definition die letzten Monate Revue passieren lässt.


Dabei ist uns ein Trend aufgefallen, in dem wir seit einigen Jahren pflichtbewusst mit­schwimmen, der sich aber unaufhaltsam zu einem immer größeren Berg auftürmt, einer Welle, einer Flut. Einer Datenflut.


Wir haben den Eindruck, dass es mit steigender Leistungsfähigkeit der EDV-Systeme zur Anhäufung von immer mehr und immer vielfältigeren Daten kommt. Zu unseren täglichen Aufgaben gehört die Handhabung von wasserwirtschaftlichen Daten und deren Verwendung zur Beantwortung von diversen Fragestellungen.


Während man vor einigen Jahren zu einem Untersuchungsraum in der Regel zwei oder drei Datenquellen zur Verfügung gestellt bekam, sind es heute oft das 2- oder 3-fache. Leider sind diese Datenquellen in ihren Inhalten zu ein und derselben Sache unterschiedlich und in der Regel nicht miteinander abgeglichen. Es entsteht dabei ein zunehmender Aufwand diese Abgleiche durchzuführen, um am Ende zu einer Entscheidung zu kommen, welcher Inhalt denn nun richtig ist.


Dazu gehört auch einiger Mut, alte Daten auszusortieren und bei einer erneuten Anfrage zu dem gleichen Unter­suchungsgebiet gar nicht mehr zur Verfügung zu stellen. Dieser Prozess erfordert aber eine zentrale Datenhaltung. Dies ist in der Praxis aber die Ausnahme. Weiterhin erfordert dieses Vorgehen von dem Datenverwalter einen enormen Personalaufwand, um die Datenbestände auf dem aktuellen Stand zu halten.


Leider erleben wir es in der Praxis häufig, dass versucht wird, diesen Aufwand auf das dienst­leistende Ingenieurbüro zu verlagern. Das wäre ja durchaus legitim, wir helfen gerne, aber bitte nicht ohne Bezahlung. Wir wissen, dass Kommunen, Verbände und Behörden, die traditionell die Daten verwalten und zur Verfügung stellen, uns nicht mit böser Absicht widersprüchliche oder unvollständige bzw. nicht eindeutige Daten geben. Dies ist nach unserer Auffassung ein deutliches Zeichen für eine Überforderung und Überfrachtung von Daten.


 Um im Bild der Wasserwirtschaft zu bleiben: Es hat den Anschein, dass „irgendjemand“ den Datenhahn aufgedreht hat (Qzu), die Datenaufbereitung aber nur eine begrenzte Leistungsfähigkeit besitzt (QDr) und der Arbeitsprozess völlig überfrachtet ist und aus dem Ruder läuft (Vmax < Verf).


Um dem gegenzusteuern, wird versucht Daten zu kategorisieren, Prozesse zu normen und in ein Schema zu pressen. Leider ist dabei unsere Erfahrung, dass diese Schemata immer nur einen begrenzten Blickwinkel abdecken und sofort an ein Limit stoßen, wenn eine bisher nicht bedachte Fragestellung aufkommt.


Das Ingenieurbüro Reinhard Beck schaut sich um und stellt fest, dass allen Beteiligten, Behörden, Verbänden und Kommunen das Wasser der Datenflut bis zum Hals steht. Höchste Zeit, sich dem Thema gemeinsam zu nähern.



"Dir wird geholfen, wenn du Hilfe brauchst"


Melissa Kapell hat gerade ihre Ausbildung als Bauzeichnerin im Ingenieurbüro Beck abgeschlossen. Im Interview erzählt sie, wie diese abgelaufen ist und was sie an ihren Kollegen besonders schätzt.


Wie alt bist du?
Ich bin 21 Jahre alt.


Als was hast du deine Ausbildung im Ingenieurbüro Beck gemacht?
Ich habe meine Ausbildung als Bauzeichnerin im Tief-, Straßen- und Landschaftsbau gemacht.


Wie kam es, dass du dich für eine Ausbildung im Ingenieurbüro Beck entschieden hast?
Durch das Praktikum, das ich im Ingenieurbüro Beck gemacht habe, hat es mir dort sehr gut gefallen und ich habe mich dann für eine Ausbildungsstelle dort beworben.


Wie hast du die Zeit während deiner Ausbildung empfunden?
Die Ausbildungszeit ging an sich schnell um. Es war besonders stressig im 3. Lehrjahr wegen der Schule, weil man erst in der Schule im 3. Lehrjahr lernt, was man für den Tiefbau braucht. Sonst hatte man im 1. und 2. Lehrjahr Hochbau gelernt, das nicht so prüfungsrelevant war. Aber ansonsten fand ich die Ausbildungszeit gut.


Was waren deine Aufgaben im Ingenieurbüro Beck?
Ich habe mit Zeichenübungen angefangen, wo ich Schnitte von Bauwerken zeichnen sollte. Ich habe auch an alten Projekten gearbeitet als Zeichenübung, damit ich lerne, wie ein Projekt aufgebaut ist. Danach habe ich zwischendurch Kleinigkeiten an Projekten gearbeitet.


Würdest du eine Ausbildung beim Ingenieurbüro Beck weiterempfehlen?
Im Ingenieurbüro wird dir geholfen, wenn du Hilfe brauchst und sie unterstützen dich zum Beispiel bei der Schule oder bei der Prüfungsvorbereitung. Besonders gefällt mir die Teamarbeit. Ich würde die Ausbildung im Ingenieurbüro Beck weiterempfehlen.


Wie geht es für dich nun nach der Ausbildung weiter?
Nach der Ausbildung wurde ich im Ingenieurbüro Beck übernommen und arbeite jetzt als Zeichnerin dort.



"Das Team ergänzt sich fachlich perfekt"


Ein Interview mit Barbara Werth, die beim Ingenieurbüro Beck unter anderem für Starkregen-Risikokarten und Machbarkeitsstudien verantwortlich ist.


Was genau ist Ihre Aufgabe im Ingenieurbüro Beck?
Zu meinen Aufgaben zählen Schmutzfrachtberechnungen, Fließwegakkumulationen, Risikokarten zum Thema Starkregen, Machbarkeitsstudien, die Erstellung von Betriebsvorschriften für Hochwasserrückhaltebecken, OpenData NRW und Kanaldatenbanken.


Wie lange sind Sie schon beim Ingenieurbüro Beck beschäftigt und war Ihr Weg dorthin?
Ich arbeite seit März 2015 im Ingenieurbüro Beck. Studiert habe ich an der Uni Wuppertal (Bauingenieurwesen, Abschluss Dipl.-Ingenieur) und dann von August 2005 bis Februar 2015 in einem kleinen Ingenieurbüro gearbeitet, das heute seinen Sitz in Witten hat.


Woran arbeiten Sie gerade und was ist dabei die Herausforderung?
Aktuell arbeite ich an einer Kanalnetzanzeige für die Kläranlage Radevormwald. Die Herausforderung dabei ist die Aufbereitung und Übersicht über die Datengrundlagen zu behalten. Ein weiteres Projekt sind Fließwegakkumulationen für Arnsberg, Bad Honnef, Schwerte, Unna und Rheinberg. Hier gilt es, Modellgrenzen festzulegen und die Originaldaten richtig aufzubereiten, beispielsweise durch ein Freischneiden von natürlichen Fließwegen.


Gibt es ein Projekt, an das Sie sich besonders gerne erinnern? Welches und warum?
Im Ingenieurbüro Beck erinnere ich mich besonders gerne an meine erste Fließwegakkumulation für die Stadt Essen. Spannend war das, weil diese Modellierung damals eine neue Erfahrung für mich war.


Gibt es ein Projekt, das Sie gerne noch umsetzen möchten, eine Art Herzensprojekt?
Ein berufliches Herzenzprojekt für mich ist, langfristig gemeinsam mit dem Team erfolgreiche Lösungen für Herausforderungen zu finden.


Wie ist der Umgang mit den Kollegen? Gibt es eine strenge Trennung zwischen Arbeit und Privatleben?
Das Team ergänzt sich fachlich perfekt. Neue Kollegen werden offen im Team aufgenommen. Wir haben gemeinsame Pausenzeiten und verbringen natürlich einen großen Teil des Tages zusammen im Büro, da bleibt auch das Teilen von privaten Dingen nicht aus.


Wie sieht Ihr Ausgleich zum Berufsalltag aus? Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?
Ich mache Sport und Musik, fotografiere, treffe Freunde, spiele Brettspiele, reise gerne und lese viel.



"Stadt und Bürger sollen sich dem Fluss zuwenden"


Ein Interview mit Ingenieur Martin Schwefringhaus, der sich im Verein "Neue Ufer" engagiert.


Wofür genau setzt sich der Verein "Neue Ufer" ein?
Jahrzehntelang wurde die Wupper zur Abwasser- und Müllableitung genutzt. Entsprechend hat sich die Stadt von der Wupper abgewandt. Die Fabriken und Hinterhöfe waren zur Wupper angeordnet und die repräsentative Bebauung zur Straße. Dieses ist auch heute noch erkennbar. Städtebaulich stellt die Wupper vielfach den „Hinterhof“ der Stadt dar. Mit zunehmender Verbesserung der Wasserqualität und Gewässermorphologie gibt es nun die Chance, dass sich die Wupper und ihr Umfeld zu einer „Visitenkarte“ der Stadt entwickeln. Hierfür setzt sich der Verein ein. Wir möchten, dass sich Stadt und Bürger wieder dem Fluss zuwenden.


Wie bist du zum Verein gekommen?
Dajana Meier, welche wir über das Projekt Nordbahntrasse kennen, war eines Tages in unserem Büro, berichtete uns von ihrer Idee und bat um Unterstützung. Zunächst war es ein informativer Austausch. Als dann die ersten konkreten Projekte begonnen wurde der Verein Neue Ufer Wuppertal e.V. gegründet.


Warum engagierst du dich dort?
Als einem in der Region verhafteter Planer liegt mir die Hinwendung zur Wupper besonders am Herzen.


Was sind die Themen, die du im Verein umsetzen möchtest? Was tust du dort konkret?
Seit den 80er Jahren gibt es zahlreiche Konzepte zur Einbindung der Wupper ins Stadtbild. Passiert ist aber leider nur sehr wenig. Im Gegenteil, oftmals wurden die Chancen für eine gewässerorientierte Entwicklung zugunsten der Interessenten von Investoren vertan. Ich möchte dass sich dieses im Rahmen des Machbaren verändert. Ich entwickle für den Verein Ideen und Konzepte wie z.B. Konzepte für die Orientierung zur Wupper am Schauspielhaus/Pina Bausch Zentrum, Barmen und Oberbarmen-Heckinghausen. Zurzeit Plane ich mit weiteren Mitstreitern wir eine durchgehende Rad- und Fußwegverbindung vom Beyenburger Stausee im Osten der Stadt bis zur Kohlfuther Brücke im Westen.


Wie ist die Resonanz auf eure Arbeit?
Am Anfang war vor allem bei den offiziellen Stellen Skepsis zu spüren. Inzwischen nehmen immer mehr Bürger und Institutionen uns war. Mich wundert es wie oft und positiv in der Presse über uns berichtet wird. Bei der Stadt- und auch beim Wupperverband sind wir inzwischen ein Partner auf Augenhöhe. Es wollen immer mehr Menschen Wupperpaten werden und übernehmen ein Stück Verantwortung für Abschnitte an der Wupper. Von verschiedenen Bürgern werden Projektideen an uns herangetragen.


Was sind die Ziele, die ihr euch in nächster Zeit gesteckt habt und die ihr umsetzen wollt?
Ein Ziel ist die Verstärkung des Bürgerengagements für den Fluss. Die Weiterentwicklung der Fuß- und Radweges an der Wupper ist eine zentrale Aufgabe, die uns in den nächsten Jahren beschäftigen wird. Dort wo entlang des Flusses Missstände vorhanden sind, oder sich z.B. durch bauliche Veränderungen Entwicklungsmöglichkeiten ergeben, möchten wir aktiv mitgestalten.



Spezialist für Kanal- und Schachtsanierungen


Treten Wasserverluste auf oder tritt Fremdwasser ein, so ist ein Kanal beziehungsweise ein Schacht defekt. Das Ingenieurbüro Reinhard Beck hat sich auf die Sanierung solcher Kanäle spezialisiert und bietet eine Vielzahl unterschiedlicher Verfahren an: Liner-Sanierung, Kurzrohr-Relining, Robotersanierung und eine Sanierung in offener Bauweise. Einige aktuelle Projekte sollen hier kurz vorgestellt werden.


Bedarfsplanung, Ausschreibung und bauliche Umsetzung der Kanalsanierung im Stadtgebiet Köln:
Mehr als 40 Kilometer Netz hat das Ingenieurbüro Beck in Köln begutachtet. Auf Grundlage von vorliegenden TV-Untersuchungen wurden Sanierungskonzepte erstellt. Sowohl die anschließende Ausschreibung und die Örtliche Bauüberwachung als auch die Bauoberleitung wurden vom Ingenieurbüro Reinhard Beck durchgeführt. Saniert wurden dabei rund 300 Meter Kanäle mittels Schlauchliner-Verfahren und 130 Haltungen mittels Roboterverfahren.


Örtliche Bauüberwachung und Kanalsanierung Schwarzbach:
Projektziel war die statische Ertüchtigung des Bachkanals Schwarzbach. Hierzu wurden die gravierendsten Schäden auf einer Kanallänge von zirka 1300 Metern händisch repariert. Auf dieser Länge weist der Bachkanal verschiedene Profile und Materialien auf. Die Profilgrößen gehen von 2 x 1 Meter bis etwa 3,5 x 2,5 Meter. Das Ingenieurbüro Reinhard Beck führte hier auch die Örtliche Bauüberwachung durch.


Kanal- und Schachtsanierung Firma ER-WE-PA Erkrath:
Projektziel war die Einhaltung der Selbstüberwachungsverordnung Abwasser und der Erhalt der baulichen und betrieblichen Funktionsfähigkeit des Kanalnetzes. Die Aufgabe bestand in der Ermittlung der Sanierungsbedürftigkeit und Erstellung eines Sanierungskonzeptes. Von der Planungsphase bis zum Mitwirken bei der Vergabe wurden sämtliche Leistungen durch das Ingenieurbüro Reinhard Beck erbracht. Des Weiteren wurde die Örtliche Bauüberwachung durch das Ingenieurbüro Reinhard Beck durchgeführt. Die Leitungen wurden hierbei sowohl in offener als auch in geschlossener Bauweise (partielle Liner und Schlauchliner) saniert.


Kanalsanierung im Werk SONA Remscheid:
Projektziel war die Einhaltung der Selbstüberwachungsverordnung Abwasser und der Erhalt der baulichen und betrieblichen Funktionsfähigkeit des Kanalnetzes der Firma SONA BLW Präzisionsschmiede GmbH. Die Aufgabe bestand in der Kanalzustandserfassung mittels TV-Inspektion und Priorisierung der Sanierungsbedürftigkeit, in der Erstellung des Sanierungskonzeptes sowie der Ausführungsplanung bis hin zum Mitwirken bei der Vergabe und der Örtlichen Bauüberwachung.



Umgestaltung der Wupper


Im Stadtgebiet von Wuppertal ist die Wupper anthropogen stark beeinflusst. Die natürliche Aue ist nicht mehr vorhanden. Stattdessen ist das Gewässer größtenteils von Mauern umgeben. Das Gewässerbett ist einheitlich gestaltet und mit Bermen versehen. Es sind Regen- und Kühlwassereinleitungen vorhanden.


Durch die Umgestaltung, für die das Ingenieurbüro Reinhard Beck maßgeblich mitverantwortlich ist, werden im Rahmen des Machbaren die Gewässerstrukturen in Richtung des Gewässerleitbildes verbessert. Die Kanten der Bermen werden abgeschrägt, so dass sich Uferbereiche mit aquatisch terrestrische Lebensräume bilden können. Bei Niedrigwasser soll sich die Wupper in ein kleineres, pendelndes Gewässerbett zurückziehen können und bei Hochwasser sich bis zu den Begrenzungen (Ufermauern) ausdehnen. Ferner werden durch die Umgestaltung eine Tiefenvarianz sowie langsam fließendere und schneller fließendere Bereiche geschaffen.


Dort wo die überwiegend verrohrten Nebengewässer in die Wupper gelangen, werden strömungslenkende Strukturen geschaffen, damit sich dahinter Kaltwasserzonen ausbilden. Da die Wupper sich bei Hochwasser nicht ausdehnen kann, sind die Fließgeschwindigkeiten größer als bei einem Gewässer das in die Aue ausufern kann. Daher müssen große Leit- und Störsteine ins Gewässerbett eingebracht werden, damit die neu geschaffenen Strukturen dauerhaft sind.


Die Umgestaltungsplanungen beginnen immer mit der Erfassung der vorhandenen Restriktionen (z.B. Schwebebahngerüst, Ver- und Entsorgungsleitungen, Brücken). Sofern die Restriktionen nicht mit geringem Aufwand beseitigt werden können, müssen Tabubereiche ausgewiesen werden. Die verbleibenden Freiräume können gestaltet werden.


Mittels hydraulischer Berechnungen wird nachgewiesen, dass sich bei kleineren Hochwasserereignissen die Wasserspiegel und Gerinnebreite verändert, jedoch beim Bemessungshochwasser von 210 m³/s keine Überflutungen entstehen. Ein Nebeneffekt ist, dass die Wupper auch für den Menschen attraktiver wird. Die Wupper hat inzwischen eine gute Wasserqualität und über weite Bereiche auch ansprechende Gewässerstrukturen. Sie liegt nun wie ein ungeschliffener Rohdiamant im Stadtgebiet, der aber noch nicht so richtig wahrgenommen wird.


Damit die Wupper nun zur Visitenkarte wird, haben sich Bürger zusammengeschlossen und den Verein Neue Ufer Wuppertal (neue-ufer-wuppertal.de) gegründet. In der mittlerweile dreijährigen Vereinstätigkeit wurden zahlreiche Projekte begonnen und durchgeführt, z.B. Wupperpaten, Wupperradweg, Flutufer, Wupperpark Rauental und vieles mehr.



Sanierung auf höchstem Niveau


Gute Nachrichten für alle Städte und Kommunen: Viele von ihnen haben die gravierendsten und folgenschwersten Kanalschäden mittlerweile behoben - nun gilt es, kleinere Schäden zu beseitigen. Hier allerdings sind andere und vor allem filigranere Methoden gefragt, als bei großflächigen Beschädigungen. Auf die Planungen und Ausschreibungen dieser Art von Reparaturen hat sich das Ingenieurbüro Reinhard Beck spezialisiert. Hierunter ist unter anderem die Sanierung mittels partiellem Liner, das Verspachteln von Rissen und das Verpressen von Stutzen zu verstehen.


Das Büro zählt zu den ersten, die etwa in Wuppertal in einem Hochhaus Fallleitungen von ca. 30m Länge mit einem Schlauchliner saniert haben. Diese werden derzeit eher selten in Fallleitungen eingebaut - doch wenn Fallrohre Schäden aufweisen, bietet die Methode klare Vorteile: Es müssen nicht die Leitungen in den ganzen Wohnungen aufgestemmt werden und der Einbau des Schlauchliners dauert nur wenige Stunden.



Örtliche Bauüberwachung in Wuppertal Elberfeld


Zwei bis drei Mal in der Woche fährt Karl Gerhard beruflich in die Innenstadt von Wuppertal Elberfeld. Sein Blick gilt vor allem dem Pflaster, das dort neu verlegt wird: Als Ingenieur ist er seit März 2017 für die Örtliche Bauüberwachung zuständig. "Mein Job ist es, den ordnungsgemäßen Fortschritt der Bauarbeiten zu überwachen, Rechnungen und Baustoffe zu kontrollieren und auf alles - speziell die Baustellenabsicherung - ein Auge zu haben", sagt Karl Gerhard.


Insgesamt geht es um 6 Straßenzüge, die eine neue Pflasterung bekommen sollen, etwa 1,4 Millionen Euro kostet die Baumaßnahme, die rund zwei Jahre dauern wird. "Ein zentraler Aspekt bei diesem Projekt ist die gute Planung der Umsetzung- vor allem mit Blick auf die Sicherheit. Schließlich laufen hier permanent Fußgänger direkt an der Baustelle entlang, und auch für Rettungskräfte muss im Zweifelsfall noch genug Platz sein. Wir müssen also sehr gut überlegen, wie und in welcher Reihenfolge wir vorgehen."


Entsprechend wird jeder Bauabschnitt zuvor mit der Polizei und der Feuerwehr abgestimmt, die maximal 50 Meter lange Abschnitte zulassen. Diese Abstimmungsarbeit fällt auch in den Aufgabenbereich von Karl Gerhard. Hinzu kommt auch noch Vermittlungsarbeit, denn vor allem die ansässigen Einzelhändler, die durch die Arbeiten manchmal zeitweise eingeschränkt werden, möchten wissen, was da vor ihrer Tür passiert.


"Die Baumaßnahme an sich ist nicht so komplex, weil wir ja nicht in die Tiefe gehen. Aber die ganzen Umstände machen sie dann eben doch zu einer spannenden Sache", fasst Karl Gerhard es zusammen.



Teilnahme am Schwebebahnlauf


Es ist ein tolles Event für Wuppertal, bei dem natürlich auch das Ingenieurbüro Reinhard Beck nicht fehlen darf - und so war das Büro beim Schwebebahnlauf am 2. Juli mit insgesamt 6 Läufern am Start. Die wurden passenderweise von 6 weiteren Mitarbeitern angefeuert, die sich zumindest in diesem Jahr noch aufs Zuschauen beschränkt haben. 


Für alle ist es ohne Frage eine gelungene Veranstaltung mit riesigem Spaßfaktor gewesen - die Teilnahme am Schwebebahnlauf 2018 ist damit so gut wie sicher.



"Einige Freundschaften mit Kollegen entstanden"


Im Interview mit Philip Grefkes, Projektleiter beim Ingenieurbüro Reinhard Beck.


Wann bist du geboren?
Ich bin 28 Jahre alt, geboren am 06.06.1989.


Was ist deine Aufgabe beim Ingenieurbüro Beck?
Ich bin für die Bearbeitung der Leistungsphasen 1-4 der HOAI (Entwurfs- und Genehmigungsplanung) als Projektleiter zuständig, außerdem unterstütze ich Jonas Beck im Bereich der 3D-Simulationen.


Wo wohnst du - und warum?
Ich wohne in Wuppertals Südstadt. Hier ist es günstig und meine Wohnung liegt ideal zum Bahnhof und zur Innenstadt. Außerdem ist der Arbeitsweg zum Büro nicht weit.


Was sind die Herausforderungen, auf die du dich bei deiner Arbeit freust?
Dazu zählt sicher, das theoretisch Wissen, das man in der Uni gelernt hat, in der Praxis anzuwenden. Es gibt immer wieder neue Auftraggeber mit verschiedenen Ansprüchen. Und wir müssen auch schwierigere Projekte so bearbeiten, dass alle Projektbeteiligten (intern und extern) zufrieden sind.


Welches Projekt hat dich bislang am meisten begeistert - und warum?
Definitiv der Wirbelfallschacht im St. Annental für die Stadtwerke Essen. Ein Bauwerk, das durch eine 3D CFD-Modellierung simuliert wurde, welches dann aktuell auch so baulich umgesetzt wird.


Wofür brennst du abseits der Arbeit? Was machst du gerne?
Ich mache sehr viel Sport (Laufen, Kraft- und Ausdauertraining) - und ich reise sehr gerne. Was kannst du über das Arbeitsklima im Ingenieurbüro Beck sagen? Es gibt hier ein sehr angenehmes Betriebsklima mit freundlichen Kollegen und sehr hilfsbereite Mitarbeiter. In den zwei Jahren im Büro sind schon einige Freundschaften mit Kollegen entstanden.


Hast du noch ganz persönlich Ziele, was du gerne beruflich erreichen oder einmal machen möchtest?
Ein Ziel ist es, sich persönlich und auch fachlich immer weiter zu entwickeln und wenn sich die Gelegenheit ergibt eventuell auch mal eine leitende Position zu übernehmen. Ein persönliches Ziel von mir ist es - wenn sich eine Situation ergeben sollte - beruflich mal für eine längere Zeit in die USA zu gehen.



Neuauflage des Arbeitsblatts "Retentionsbodenfilter"


Im Juni 2017 ist von der DWA als Gelbdruck das neue Arbeitsblatt DWA-A 178 Retentionsbodenfilteranlagen (RBFA) veröffentlicht worden, an dem mit Martin Schwefringhaus auch ein Experte des Ingenieurbüros Reinhard Beck mitgearbeitet hat. Das neue Arbeitsblatt schafft eine praxistaugliche technische Regel die sich an Planer, Genehmigungsbehörden, Kanalnetzbetreiber und sonstige Betreibern von Retentionsbodenfilteranlagen richtet. Es ersetzt das bestehende Merkblatt DWA- M 178 "Empfehlungen für Planung, Bau und Betrieb von Retentionsbodenfilteranlagen zur weitergehenden Regenwasserbehandlung im Misch- und Trennsystem".


Die Frist zur Stellungnahme endet am 31. August 2017. Anschließend werden von der Arbeitsgruppe Stellungnahmen und Einsprüche bearbeitet und gewertet sowie gegebenenfalls ins Arbeitsblatt eingepflegt. Danach erfolgt die rechtsverbindliche Veröffentlichung als Weißdruck. Retentionsbodenfilter stellen inzwischen ein vielfach bewährtes Verfahren zu Behandlung von Misch- und Regen- und Straßenwasser dar. Im Gegensatz zu Speicher und Sedimentadtionsbauwerken können Retentionsbodenfilter in nennenswertem Umfang die abfiltrierbare Stofffraktion (AFS63) sowie die biogen verfügbaren Abwasserinhaltsstoffe zurückhalten.


Das Arbeitsblatt behandelt die Grundlagen für die Retentionsbodenfilterbecken, es beschreibt die erforderliche Prüfung der Umsetzbarkeit für eine solche Anlage, gibt Vorgaben und Hinweise für Planung, Bau und Betrieb und benennt die Bemessungsanforderungen. "Die Interdisziplinarität sowie die stets gute und kollegiale Zusammenarbeit in der Arbeitsgruppe sind herausragend gewesen", sagt Martin Schwefringhaus.


Die bisherige Bemessung über die Stapelhöhe (aufgetragene Wassersäule) wird im neuen Arbeitsblatt zugunsten des neuen Bemessungsparameters AFS63 (welcher auch der neue Leitparameter des Arbeitsblattes DWA_A 102 ist) aufgegeben (Grenzwert: 7 kg/m² Filterfläche).


"Hierdurch sind besser ausgenutzte Retentionsbodenfilter und somit kleinere Anlagengrößen möglich." Die Arbeitsgruppe setzte sich zusammen aus Vertretern von Forschung und Lehre, Aufsichtsbehörden, Betreibern und Planern, die aus der gesamten Bundesrepublik gekommen sind. Interessant war für alle Beteiligten auch der Einblick in die planerischen und genehmigungstechnischen Besonderheiten der verschiedenen Regionen.



Wiederherstellung des Kornbachs


Seit Jahrzenten fließt der Kornbach im Nachtigallental bei Vonderort (Einzugsgebiet der Emscher) durch ein Rohr - das soll sich nun ändern. Im Auftrag der Stadt Bottrop hat das Ingenieurbüro Reinhard Beck die Genehmigungsplanung für die Renaturierung und Wiederherstellung des Bachs, und die Kanalnetzanzeige für die Erstellung eines neuen Mischwasserkanals übernommen.


Die Herausforderung: Das ursprünglich vorhandene Gewässersystem des Kornbachs wurde im Zuge der Industrialisierung überbaut und an die Mischwasserkanalisation angeschlossen. Die noch vorhandenen nicht befestigten Flächen, offenen Gräben und Gewässerfragmente entwässern vor dem geplanten Umbau vollständig in die Mischwasserkanalisation.


Im Zuge des Emscherumbaus sollen der Kornbach an die Oberfläche geholt und auch hier wieder Misch- und Bachwasser voneinander getrennt werden. Vorangegangene hydrologische Untersuchungen sowie eine erste Machbarkeitsstudie des Ingenieurbüro Reinhard Beck haben gezeigt, dass im Einzugsgebiet des Nachtigallentals grundsätzlich eine Trennung von Misch- und Bachwasser möglich und sinnvoll ist. Um das umzusetzen müssen ein Teil des Mischwasserkanals erneuert sowie ein neues oberirdisches Gewässersystem geschaffen werden. Die vorhandenen Gräben werden dabei in das neue Kornbachsystem integriert.


Für die Plangenehmigung zur Wiederherstellung des Kornbachs nach § 68 WHG zeichnet das Ingenieurbüro Reinhard Beck verantwortlich. Die Aufgabe sieht vor, existierende Gewässerabschnitte und Gräben zu verlängern, zu ertüchtigen und auszubauen und diese von der Mischwasserkanalisation abzukoppeln.


"Hierzu erstellen wir für die Misch- und Schmutzwasserableitung einen neuen Kanal über l = 850 m, damit die geplanten und vorhandenen Gräben und Gewässer keine Schmutzwasseranteile mehr führen. Das Gewässer und die Gräben leiten dann Grund- und Niederschlagswasser über das in städtischer Verantwortung liegende geplante Gewässersystem bis zum künftig für Reinwasser und Gewässer zur Verfügung stehenden vorhandenen EG-Vorfluter Vonderort ab", erklärt Olaf Schlag vom Ingenieurbüro Reinhard Beck.


"Der Mischwasserkanal liegt zukünftig nicht in unwegsamen Gelände, sondern wird durch zugängliche Bereiche verlegt." Insgesamt kostet der Umbau rund 3,3 Millionen Euro von denen das Land 2,3 Millionen Euro als Fördergelder beisteuert. Während der Startschuss zum Umbau im April 2017 unter Beisein von NRW Umweltminister Remmel, Vorstandsvorsitzendem der Emschergenossenschaft Paetzel und Oberbürgermeister Tischler gefallen ist, sollen die Arbeiten spätestens 2020 abgeschlossen sein. Dann wird der Kornbach wieder sauber in die Emscher münden.



Forschungsprojekt zu Starkregeneinflüssen


Eine Folge des Klimawandels sind extreme Wetterereignissen, wie Starkregen, Stürme, Hitze und lange Trockenperioden. Die gewachsenen Strukturen deutscher Städte haben diese Entwicklung lange nicht ausreichend berücksichtigt und erforderliche Maßnahmen vernachlässigt.


Moderne Ansätze berücksichtigen auch diese seltenen Ereignisse. Einige Forschungs- und Entwicklungsprojekte haben bereits die Wechselwirkung zwischen größeren Quartieren oder Stadtgebieten und Klimawandeleffekten untersucht ("Schwammstadt"). Hier werden die Auswirkungen von Klimafolgen und die Potentiale der kleinsten möglichen Einheit, der Liegenschaft, untersucht.


Mit dem Forschungsprojekt "Starkregeneinflüsse auf die bauliche Infrastruktur" und dem Ansatz der an Klimafolgen angepassten Liegenschaft geht das Ingenieurbüro Reinhard Beck hier neue Wege. Es entwickelt einen Leitfaden, dessen Fokus auf der Bewältigung von vermehrt auftretenden Starkregenereignissen in Deutschland liegt. Das Schwamm-Prinzip - eine Liegenschaft, in der nahezu der komplette Niederschlag aufgefangen, gespeichert und wiederverwendet wird - hat dabei einige Synergieeffekte zu anderen Klimapotentialen.


Eine Musterliegenschaft in Bonn, anhand der im späteren Leitfaden Maßnahmen entwickelt werden, wird modelltechnisch mit verschiedenen Starkregen belastet, um die Einflüsse auf die bauliche Infrastruktur aufzuzeigen. Im nächsten Schritt werden nun mögliche Maßnahmen der schadlosen Starkregenbindung und Bewirtschaftung einer "Schwammliegenschaft" entwickelt und mittels eines Modells überprüft.


 



Interview mit unserer neuen Kollegin Maren Hellmig


Alter?
26 Jahre (geboren am 14.08.1990)


Wo bist du geboren und was denkst du über Wuppertal?
Geboren bin ich in Remscheid Lennep. Ich bin in Ronsdorf aufgewachsen und lebe immer noch dort. Wuppertal ist meine Heimatstadt, die sehr viele schöne Ecken hat, man muss sie nur kennen.


Deine genaue Jobbezeichnung?
Bauingenieur mit Vertiefung in Wasserwirtschaft/Wasserbau


Warum hast du dich für das Ingenieurbüro Reinhard Beck entschieden?
Das Büro ist ein lokales und sehr vielseitiges Unternehmen, von dem ich im Vorfeld immer nur Gutes gehört habe. Außerdem ist das Team toll, mit dem macht die Arbeit Spaß, auch das war mir wichtig.


Wie hast du deine neuen Kollegen bislang erlebt?
Einige Kollegen kannte ich ja schon vorher. Ich bin wie erwartet in ein Büro mit einem sehr angenehmen Betriebsklima gekommen und von allen super freundlich aufgenommen worden. Auch wenn es mal stressig ist, sind alle sehr hilfsbereit. Mir gefällt, dass viel im Team gearbeitet wird.


Auf welche Aufgaben und Herausforderungen freust du dich in den kommenden Monaten?
Ich freue mich darauf, das theoretische Wissen aus dem Studium und der Arbeit an der Uni in die Praxis übertragen zu können, viel Neues dazu zu lernen und spannende und innovative Projekte zu bearbeiten.


Wie sieht dein Ausgleich zur Arbeit aus?
Mein sportlicher Ausgleich findet auch im Wasser statt, ich gehe gerne schwimmen. Und ich verbringe gerne Zeit auf dem Pferderücken. Ansonsten mache ich am liebsten irgendetwas unter freiem Himmel.


Welcher Herausforderung würdest du dich privat gerne mal stellen?
Ich weiß nicht, ob Herausforderung das richtige Wort ist. Ich würde gerne mal nach Australien, aber das sehe ich nicht unbedingt als Herausforderung. Außer man könnte es mit einem längeren Aufenthalt verbinden.



Elektroautos: Erst neugierig, dann begeistert


Wuppertal plant, 100 neue Elektroautos zuzulassen: Diese Aktion hat auch das Ingenieurbüro Beck motiviert. "Für uns sind Umweltschutz und Nachhaltigkeit sehr wichtig, deswegen stand für uns sofort fest, dass wir daran teilnehmen", sagt Inhaber Reinhard Beck. Ohne viel Vorwissen und ohne lange zu überlegen, wurde daher 2014 ein Elektro-Smart angeschafft, das ungefähr 50. Elektroauto in Wuppertal. "Wir wollten unbedingt Vorreiter sein und mit gutem Beispiel vorangehen. Natürlich sind alle entsprechend neugierig gewesen, als der Wagen dann da war", erklärt Beck.


Und der erste Eindruck konnte voll überzeugen: ein toller Wagen, eine stufenlose Automatik die begeistert, ausreichend Platz und ein Fahrgefühl, das Spaß macht. Aber wie sieht das in der Praxis aus? Nach inzwischen mehr als drei Jahren, fällt das Fazit leicht: "Der Smart hat eine Reichweite von ungefähr 100 Kilometern, damit kann man schon viele Ziele erreichen. Natürlich fährt man mit so einem Auto bewusster und achtet mehr auf die Ladeanzeige, weil man weiß, dass man es im Zweifel nicht einfach so überall in ein paar Minuten wieder aufladen kann. Aber auch das hat einen gewissen Reiz."


Eine Stunde braucht der E-Smart an der Schnellladedose, bis er wieder voll ist, an einer haushaltsüblichen Steckdose sind es bis zu fünf Stunden. "Tatsächlich ist es erst einmal vorgekommen, dass wir unterwegs aufgeladen haben - und das auch eher zur Sicherheit als aus der Not heraus." Inzwischen ist auch das Netz an Ladesäulen deutlich ausgebaut, fast jede große Raststätte hat eine, Apps zeigen an, wo die Ladesäulen in der Stadt stehen und ob sie gerade besetzt sind. Die positiven Erfahrungen waren für das Ingenieurbüro Beck Grund genug, den Fuhrpark an Elektroautos weiter aufzubauen. Mittlerweile gehören auch zwei Toyota Auris Hybrid, 1 Plug-in Hybrid von Mitsubishi und - noch ganz neu - auch ein Renault Zoe dazu.


"Der Zoe ist toll. Er hat eine Reichweite von rund 300 Kilometern und ist mit allem Komfort ausgestattet, den auch ein Wagen mit Verbrennungsmotor hat." Das Fazit von Reinhard Beck: "Elektromobilität hat mich voll überzeugt. Unser Ziel ist es, unseren Fuhrpark nach und nach auszutauschen, und nur noch Elektroautos zu fahren. Aktuell haben wir den Antrag auf eine eigene Schnellladestation gestellt. Und die Reichweite wird für uns nie ein Problem, denn für ganz weite Fahrten nehmen wir ohnehin lieber den Zug."



Zertifizierung: Hauptaudit erfolgreich absolviert


Das Ingenieurbüro Reinhard Beck ist bereits seit 2002 nach DIN ISO 9001 zertifiziert. Durch regelmäßige Audits ist es seitdem von der Deutschen Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen (DQS) überprüft worden, so dass das Zertifikat immer wieder erneuert werden konnte.


In diesem Jahr schließlich erfolgte die Umstellung des Zertifikats von DIN EN ISO 9001:2008 auf DIN EN ISO 9001:2015. In der neuen Norm sind im Vergleich zu vorher neue und erweiterte Anforderungen zu berücksichtigen. Dazu zählen beispielsweise die Anforderungen an die Organisation. Entsprechend ist die Dokumentation im Vorfeld überarbeitet und angepasst worden.


Nach einem Übergangsaudit hat nun im April das Hauptaudit stattgefunden, welches das Ingenieurbüro Reinhard Beck erfolgreich absolviert hat.



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