Logo des Ingenieurbüro Reinhard Beck GmbH & Co. KG
Aktuelles aus dem Büro
Aktuelles
Infos

NEWS-Archiv:

Wiederherstellung des Kornbachs


Seit Jahrzenten fließt der Kornbach im Nachtigallental bei Vonderort (Einzugsgebiet der Emscher) durch ein Rohr - das soll sich nun ändern. Im Auftrag der Stadt Bottrop hat das Ingenieurbüro Reinhard Beck die Genehmigungsplanung für die Renaturierung und Wiederherstellung des Bachs, und die Kanalnetzanzeige für die Erstellung eines neuen Mischwasserkanals übernommen.


Die Herausforderung: Das ursprünglich vorhandene Gewässersystem des Kornbachs wurde im Zuge der Industrialisierung überbaut und an die Mischwasserkanalisation angeschlossen. Die noch vorhandenen nicht befestigten Flächen, offenen Gräben und Gewässerfragmente entwässern vor dem geplanten Umbau vollständig in die Mischwasserkanalisation.


Im Zuge des Emscherumbaus sollen der Kornbach an die Oberfläche geholt und auch hier wieder Misch- und Bachwasser voneinander getrennt werden. Vorangegangene hydrologische Untersuchungen sowie eine erste Machbarkeitsstudie des Ingenieurbüro Reinhard Beck haben gezeigt, dass im Einzugsgebiet des Nachtigallentals grundsätzlich eine Trennung von Misch- und Bachwasser möglich und sinnvoll ist. Um das umzusetzen müssen ein Teil des Mischwasserkanals erneuert sowie ein neues oberirdisches Gewässersystem geschaffen werden. Die vorhandenen Gräben werden dabei in das neue Kornbachsystem integriert.


Für die Plangenehmigung zur Wiederherstellung des Kornbachs nach § 68 WHG zeichnet das Ingenieurbüro Reinhard Beck verantwortlich. Die Aufgabe sieht vor, existierende Gewässerabschnitte und Gräben zu verlängern, zu ertüchtigen und auszubauen und diese von der Mischwasserkanalisation abzukoppeln.


"Hierzu erstellen wir für die Misch- und Schmutzwasserableitung einen neuen Kanal über l = 850 m, damit die geplanten und vorhandenen Gräben und Gewässer keine Schmutzwasseranteile mehr führen. Das Gewässer und die Gräben leiten dann Grund- und Niederschlagswasser über das in städtischer Verantwortung liegende geplante Gewässersystem bis zum künftig für Reinwasser und Gewässer zur Verfügung stehenden vorhandenen EG-Vorfluter Vonderort ab", erklärt Olaf Schlag vom Ingenieurbüro Reinhard Beck.


"Der Mischwasserkanal liegt zukünftig nicht in unwegsamen Gelände, sondern wird durch zugängliche Bereiche verlegt." Insgesamt kostet der Umbau rund 3,3 Millionen Euro von denen das Land 2,3 Millionen Euro als Fördergelder beisteuert. Während der Startschuss zum Umbau im April 2017 unter Beisein von NRW Umweltminister Remmel, Vorstandsvorsitzendem der Emschergenossenschaft Paetzel und Oberbürgermeister Tischler gefallen ist, sollen die Arbeiten spätestens 2020 abgeschlossen sein. Dann wird der Kornbach wieder sauber in die Emscher münden.



Neuauflage des Arbeitsblatts "Retentionsbodenfilter"


Im Juni 2017 ist von der DWA als Gelbdruck das neue Arbeitsblatt DWA-A 178 Retentionsbodenfilteranlagen (RBFA) veröffentlicht worden, an dem mit Martin Schwefringhaus auch ein Experte des Ingenieurbüros Reinhard Beck mitgearbeitet hat. Das neue Arbeitsblatt schafft eine praxistaugliche technische Regel die sich an Planer, Genehmigungsbehörden, Kanalnetzbetreiber und sonstige Betreibern von Retentionsbodenfilteranlagen richtet. Es ersetzt das bestehende Merkblatt DWA- M 178 "Empfehlungen für Planung, Bau und Betrieb von Retentionsbodenfilteranlagen zur weitergehenden Regenwasserbehandlung im Misch- und Trennsystem".


Die Frist zur Stellungnahme endet am 31. August 2017. Anschließend werden von der Arbeitsgruppe Stellungnahmen und Einsprüche bearbeitet und gewertet sowie gegebenenfalls ins Arbeitsblatt eingepflegt. Danach erfolgt die rechtsverbindliche Veröffentlichung als Weißdruck. Retentionsbodenfilter stellen inzwischen ein vielfach bewährtes Verfahren zu Behandlung von Misch- und Regen- und Straßenwasser dar. Im Gegensatz zu Speicher und Sedimentadtionsbauwerken können Retentionsbodenfilter in nennenswertem Umfang die abfiltrierbare Stofffraktion (AFS63) sowie die biogen verfügbaren Abwasserinhaltsstoffe zurückhalten.


Das Arbeitsblatt behandelt die Grundlagen für die Retentionsbodenfilterbecken, es beschreibt die erforderliche Prüfung der Umsetzbarkeit für eine solche Anlage, gibt Vorgaben und Hinweise für Planung, Bau und Betrieb und benennt die Bemessungsanforderungen. "Die Interdisziplinarität sowie die stets gute und kollegiale Zusammenarbeit in der Arbeitsgruppe sind herausragend gewesen", sagt Martin Schwefringhaus.


Die bisherige Bemessung über die Stapelhöhe (aufgetragene Wassersäule) wird im neuen Arbeitsblatt zugunsten des neuen Bemessungsparameters AFS63 (welcher auch der neue Leitparameter des Arbeitsblattes DWA_A 102 ist) aufgegeben (Grenzwert: 7 kg/m² Filterfläche).


"Hierdurch sind besser ausgenutzte Retentionsbodenfilter und somit kleinere Anlagengrößen möglich." Die Arbeitsgruppe setzte sich zusammen aus Vertretern von Forschung und Lehre, Aufsichtsbehörden, Betreibern und Planern, die aus der gesamten Bundesrepublik gekommen sind. Interessant war für alle Beteiligten auch der Einblick in die planerischen und genehmigungstechnischen Besonderheiten der verschiedenen Regionen.



Forschungsprojekt zu Starkregeneinflüssen


Eine Folge des Klimawandels sind extreme Wetterereignissen, wie Starkregen, Stürme, Hitze und lange Trockenperioden. Die gewachsenen Strukturen deutscher Städte haben diese Entwicklung lange nicht ausreichend berücksichtigt und erforderliche Maßnahmen vernachlässigt.


Moderne Ansätze berücksichtigen auch diese seltenen Ereignisse. Einige Forschungs- und Entwicklungsprojekte haben bereits die Wechselwirkung zwischen größeren Quartieren oder Stadtgebieten und Klimawandeleffekten untersucht ("Schwammstadt"). Hier werden die Auswirkungen von Klimafolgen und die Potentiale der kleinsten möglichen Einheit, der Liegenschaft, untersucht.


Mit dem Forschungsprojekt "Starkregeneinflüsse auf die bauliche Infrastruktur" und dem Ansatz der an Klimafolgen angepassten Liegenschaft geht das Ingenieurbüro Reinhard Beck hier neue Wege. Es entwickelt einen Leitfaden, dessen Fokus auf der Bewältigung von vermehrt auftretenden Starkregenereignissen in Deutschland liegt. Das Schwamm-Prinzip - eine Liegenschaft, in der nahezu der komplette Niederschlag aufgefangen, gespeichert und wiederverwendet wird - hat dabei einige Synergieeffekte zu anderen Klimapotentialen.


Eine Musterliegenschaft in Bonn, anhand der im späteren Leitfaden Maßnahmen entwickelt werden, wird modelltechnisch mit verschiedenen Starkregen belastet, um die Einflüsse auf die bauliche Infrastruktur aufzuzeigen. Im nächsten Schritt werden nun mögliche Maßnahmen der schadlosen Starkregenbindung und Bewirtschaftung einer "Schwammliegenschaft" entwickelt und mittels eines Modells überprüft.


 



Interview mit unserer neuen Kollegin Maren Hellmig


Alter?
26 Jahre (geboren am 14.08.1990)


Wo bist du geboren und was denkst du über Wuppertal?
Geboren bin ich in Remscheid Lennep. Ich bin in Ronsdorf aufgewachsen und lebe immer noch dort. Wuppertal ist meine Heimatstadt, die sehr viele schöne Ecken hat, man muss sie nur kennen.


Deine genaue Jobbezeichnung?
Bauingenieur mit Vertiefung in Wasserwirtschaft/Wasserbau


Warum hast du dich für das Ingenieurbüro Reinhard Beck entschieden?
Das Büro ist ein lokales und sehr vielseitiges Unternehmen, von dem ich im Vorfeld immer nur Gutes gehört habe. Außerdem ist das Team toll, mit dem macht die Arbeit Spaß, auch das war mir wichtig.


Wie hast du deine neuen Kollegen bislang erlebt?
Einige Kollegen kannte ich ja schon vorher. Ich bin wie erwartet in ein Büro mit einem sehr angenehmen Betriebsklima gekommen und von allen super freundlich aufgenommen worden. Auch wenn es mal stressig ist, sind alle sehr hilfsbereit. Mir gefällt, dass viel im Team gearbeitet wird.


Auf welche Aufgaben und Herausforderungen freust du dich in den kommenden Monaten?
Ich freue mich darauf, das theoretische Wissen aus dem Studium und der Arbeit an der Uni in die Praxis übertragen zu können, viel Neues dazu zu lernen und spannende und innovative Projekte zu bearbeiten.


Wie sieht dein Ausgleich zur Arbeit aus?
Mein sportlicher Ausgleich findet auch im Wasser statt, ich gehe gerne schwimmen. Und ich verbringe gerne Zeit auf dem Pferderücken. Ansonsten mache ich am liebsten irgendetwas unter freiem Himmel.


Welcher Herausforderung würdest du dich privat gerne mal stellen?
Ich weiß nicht, ob Herausforderung das richtige Wort ist. Ich würde gerne mal nach Australien, aber das sehe ich nicht unbedingt als Herausforderung. Außer man könnte es mit einem längeren Aufenthalt verbinden.



Elektroautos: Erst neugierig, dann begeistert


Wuppertal plant, 100 neue Elektroautos zuzulassen: Diese Aktion hat auch das Ingenieurbüro Beck motiviert. "Für uns sind Umweltschutz und Nachhaltigkeit sehr wichtig, deswegen stand für uns sofort fest, dass wir daran teilnehmen", sagt Inhaber Reinhard Beck. Ohne viel Vorwissen und ohne lange zu überlegen, wurde daher 2014 ein Elektro-Smart angeschafft, das ungefähr 50. Elektroauto in Wuppertal. "Wir wollten unbedingt Vorreiter sein und mit gutem Beispiel vorangehen. Natürlich sind alle entsprechend neugierig gewesen, als der Wagen dann da war", erklärt Beck.


Und der erste Eindruck konnte voll überzeugen: ein toller Wagen, eine stufenlose Automatik die begeistert, ausreichend Platz und ein Fahrgefühl, das Spaß macht. Aber wie sieht das in der Praxis aus? Nach inzwischen mehr als drei Jahren, fällt das Fazit leicht: "Der Smart hat eine Reichweite von ungefähr 100 Kilometern, damit kann man schon viele Ziele erreichen. Natürlich fährt man mit so einem Auto bewusster und achtet mehr auf die Ladeanzeige, weil man weiß, dass man es im Zweifel nicht einfach so überall in ein paar Minuten wieder aufladen kann. Aber auch das hat einen gewissen Reiz."


Eine Stunde braucht der E-Smart an der Schnellladedose, bis er wieder voll ist, an einer haushaltsüblichen Steckdose sind es bis zu fünf Stunden. "Tatsächlich ist es erst einmal vorgekommen, dass wir unterwegs aufgeladen haben - und das auch eher zur Sicherheit als aus der Not heraus." Inzwischen ist auch das Netz an Ladesäulen deutlich ausgebaut, fast jede große Raststätte hat eine, Apps zeigen an, wo die Ladesäulen in der Stadt stehen und ob sie gerade besetzt sind. Die positiven Erfahrungen waren für das Ingenieurbüro Beck Grund genug, den Fuhrpark an Elektroautos weiter aufzubauen. Mittlerweile gehören auch zwei Toyota Auris Hybrid, 1 Plug-in Hybrid von Mitsubishi und - noch ganz neu - auch ein Renault Zoe dazu.


"Der Zoe ist toll. Er hat eine Reichweite von rund 300 Kilometern und ist mit allem Komfort ausgestattet, den auch ein Wagen mit Verbrennungsmotor hat." Das Fazit von Reinhard Beck: "Elektromobilität hat mich voll überzeugt. Unser Ziel ist es, unseren Fuhrpark nach und nach auszutauschen, und nur noch Elektroautos zu fahren. Aktuell haben wir den Antrag auf eine eigene Schnellladestation gestellt. Und die Reichweite wird für uns nie ein Problem, denn für ganz weite Fahrten nehmen wir ohnehin lieber den Zug."



Zertifizierung: Hauptaudit erfolgreich absolviert


Das Ingenieurbüro Reinhard Beck ist bereits seit 2002 nach DIN ISO 9001 zertifiziert. Durch regelmäßige Audits ist es seitdem von der Deutschen Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen (DQS) überprüft worden, so dass das Zertifikat immer wieder erneuert werden konnte.


In diesem Jahr schließlich erfolgte die Umstellung des Zertifikats von DIN EN ISO 9001:2008 auf DIN EN ISO 9001:2015. In der neuen Norm sind im Vergleich zu vorher neue und erweiterte Anforderungen zu berücksichtigen. Dazu zählen beispielsweise die Anforderungen an die Organisation. Entsprechend ist die Dokumentation im Vorfeld überarbeitet und angepasst worden.


Nach einem Übergangsaudit hat nun im April das Hauptaudit stattgefunden, welches das Ingenieurbüro Reinhard Beck erfolgreich absolviert hat.



Logo
Ingenieurbüro Reinhard Beck GmbH & Co. KG
Kocherstr. 27 
D-42369 Wuppertal 
Tel.: +49 (202) 24678-0 
Fax : +49 (202) 24678-44 

E-Mail:  info@ibbeck.de
Internet: www.ibbeck.de 
  
Wir sind Mitglied:
Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V
Ingenieurkammer-Bau Nordrhein-Westfalen
Landesverband BWK-NRW e.V.