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"Das Team ergänzt sich fachlich perfekt"


Ein Interview mit Barbara Werth, die beim Ingenieurbüro Beck unter anderem für Starkregen-Risikokarten und Machbarkeitsstudien verantwortlich ist.


Was genau ist Ihre Aufgabe im Ingenieurbüro Beck?
Zu meinen Aufgaben zählen Schmutzfrachtberechnungen, Fließwegakkumulationen, Risikokarten zum Thema Starkregen, Machbarkeitsstudien, die Erstellung von Betriebsvorschriften für Hochwasserrückhaltebecken, OpenData NRW und Kanaldatenbanken.


Wie lange sind Sie schon beim Ingenieurbüro Beck beschäftigt und war Ihr Weg dorthin?
Ich arbeite seit März 2015 im Ingenieurbüro Beck. Studiert habe ich an der Uni Wuppertal (Bauingenieurwesen, Abschluss Dipl.-Ingenieur) und dann von August 2005 bis Februar 2015 in einem kleinen Ingenieurbüro gearbeitet, das heute seinen Sitz in Witten hat.


Woran arbeiten Sie gerade und was ist dabei die Herausforderung?
Aktuell arbeite ich an einer Kanalnetzanzeige für die Kläranlage Radevormwald. Die Herausforderung dabei ist die Aufbereitung und Übersicht über die Datengrundlagen zu behalten. Ein weiteres Projekt sind Fließwegakkumulationen für Arnsberg, Bad Honnef, Schwerte, Unna und Rheinberg. Hier gilt es, Modellgrenzen festzulegen und die Originaldaten richtig aufzubereiten, beispielsweise durch ein Freischneiden von natürlichen Fließwegen.


Gibt es ein Projekt, an das Sie sich besonders gerne erinnern? Welches und warum?
Im Ingenieurbüro Beck erinnere ich mich besonders gerne an meine erste Fließwegakkumulation für die Stadt Essen. Spannend war das, weil diese Modellierung damals eine neue Erfahrung für mich war.


Gibt es ein Projekt, das Sie gerne noch umsetzen möchten, eine Art Herzensprojekt?
Ein berufliches Herzenzprojekt für mich ist, langfristig gemeinsam mit dem Team erfolgreiche Lösungen für Herausforderungen zu finden.


Wie ist der Umgang mit den Kollegen? Gibt es eine strenge Trennung zwischen Arbeit und Privatleben?
Das Team ergänzt sich fachlich perfekt. Neue Kollegen werden offen im Team aufgenommen. Wir haben gemeinsame Pausenzeiten und verbringen natürlich einen großen Teil des Tages zusammen im Büro, da bleibt auch das Teilen von privaten Dingen nicht aus.


Wie sieht Ihr Ausgleich zum Berufsalltag aus? Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?
Ich mache Sport und Musik, fotografiere, treffe Freunde, spiele Brettspiele, reise gerne und lese viel.



"Stadt und Bürger sollen sich dem Fluss zuwenden"


Ein Interview mit Ingenieur Martin Schwefringhaus, der sich im Verein "Neue Ufer" engagiert.


Wofür genau setzt sich der Verein "Neue Ufer" ein?
Jahrzehntelang wurde die Wupper zur Abwasser- und Müllableitung genutzt. Entsprechend hat sich die Stadt von der Wupper abgewandt. Die Fabriken und Hinterhöfe waren zur Wupper angeordnet und die repräsentative Bebauung zur Straße. Dieses ist auch heute noch erkennbar. Städtebaulich stellt die Wupper vielfach den „Hinterhof“ der Stadt dar. Mit zunehmender Verbesserung der Wasserqualität und Gewässermorphologie gibt es nun die Chance, dass sich die Wupper und ihr Umfeld zu einer „Visitenkarte“ der Stadt entwickeln. Hierfür setzt sich der Verein ein. Wir möchten, dass sich Stadt und Bürger wieder dem Fluss zuwenden.


Wie bist du zum Verein gekommen?
Dajana Meier, welche wir über das Projekt Nordbahntrasse kennen, war eines Tages in unserem Büro, berichtete uns von ihrer Idee und bat um Unterstützung. Zunächst war es ein informativer Austausch. Als dann die ersten konkreten Projekte begonnen wurde der Verein Neue Ufer Wuppertal e.V. gegründet.


Warum engagierst du dich dort?
Als einem in der Region verhafteter Planer liegt mir die Hinwendung zur Wupper besonders am Herzen.


Was sind die Themen, die du im Verein umsetzen möchtest? Was tust du dort konkret?
Seit den 80er Jahren gibt es zahlreiche Konzepte zur Einbindung der Wupper ins Stadtbild. Passiert ist aber leider nur sehr wenig. Im Gegenteil, oftmals wurden die Chancen für eine gewässerorientierte Entwicklung zugunsten der Interessenten von Investoren vertan. Ich möchte dass sich dieses im Rahmen des Machbaren verändert. Ich entwickle für den Verein Ideen und Konzepte wie z.B. Konzepte für die Orientierung zur Wupper am Schauspielhaus/Pina Bausch Zentrum, Barmen und Oberbarmen-Heckinghausen. Zurzeit Plane ich mit weiteren Mitstreitern wir eine durchgehende Rad- und Fußwegverbindung vom Beyenburger Stausee im Osten der Stadt bis zur Kohlfuther Brücke im Westen.


Wie ist die Resonanz auf eure Arbeit?
Am Anfang war vor allem bei den offiziellen Stellen Skepsis zu spüren. Inzwischen nehmen immer mehr Bürger und Institutionen uns war. Mich wundert es wie oft und positiv in der Presse über uns berichtet wird. Bei der Stadt- und auch beim Wupperverband sind wir inzwischen ein Partner auf Augenhöhe. Es wollen immer mehr Menschen Wupperpaten werden und übernehmen ein Stück Verantwortung für Abschnitte an der Wupper. Von verschiedenen Bürgern werden Projektideen an uns herangetragen.


Was sind die Ziele, die ihr euch in nächster Zeit gesteckt habt und die ihr umsetzen wollt?
Ein Ziel ist die Verstärkung des Bürgerengagements für den Fluss. Die Weiterentwicklung der Fuß- und Radweges an der Wupper ist eine zentrale Aufgabe, die uns in den nächsten Jahren beschäftigen wird. Dort wo entlang des Flusses Missstände vorhanden sind, oder sich z.B. durch bauliche Veränderungen Entwicklungsmöglichkeiten ergeben, möchten wir aktiv mitgestalten.



Spezialist für Kanal- und Schachtsanierungen


Treten Wasserverluste auf oder tritt Fremdwasser ein, so ist ein Kanal beziehungsweise ein Schacht defekt. Das Ingenieurbüro Reinhard Beck hat sich auf die Sanierung solcher Kanäle spezialisiert und bietet eine Vielzahl unterschiedlicher Verfahren an: Liner-Sanierung, Kurzrohr-Relining, Robotersanierung und eine Sanierung in offener Bauweise. Einige aktuelle Projekte sollen hier kurz vorgestellt werden.


Bedarfsplanung, Ausschreibung und bauliche Umsetzung der Kanalsanierung im Stadtgebiet Köln:
Mehr als 40 Kilometer Netz hat das Ingenieurbüro Beck in Köln begutachtet. Auf Grundlage von vorliegenden TV-Untersuchungen wurden Sanierungskonzepte erstellt. Sowohl die anschließende Ausschreibung und die Örtliche Bauüberwachung als auch die Bauoberleitung wurden vom Ingenieurbüro Reinhard Beck durchgeführt. Saniert wurden dabei rund 300 Meter Kanäle mittels Schlauchliner-Verfahren und 130 Haltungen mittels Roboterverfahren.


Örtliche Bauüberwachung und Kanalsanierung Schwarzbach:
Projektziel war die statische Ertüchtigung des Bachkanals Schwarzbach. Hierzu wurden die gravierendsten Schäden auf einer Kanallänge von zirka 1300 Metern händisch repariert. Auf dieser Länge weist der Bachkanal verschiedene Profile und Materialien auf. Die Profilgrößen gehen von 2 x 1 Meter bis etwa 3,5 x 2,5 Meter. Das Ingenieurbüro Reinhard Beck führte hier auch die Örtliche Bauüberwachung durch.


Kanal- und Schachtsanierung Firma ER-WE-PA Erkrath:
Projektziel war die Einhaltung der Selbstüberwachungsverordnung Abwasser und der Erhalt der baulichen und betrieblichen Funktionsfähigkeit des Kanalnetzes. Die Aufgabe bestand in der Ermittlung der Sanierungsbedürftigkeit und Erstellung eines Sanierungskonzeptes. Von der Planungsphase bis zum Mitwirken bei der Vergabe wurden sämtliche Leistungen durch das Ingenieurbüro Reinhard Beck erbracht. Des Weiteren wurde die Örtliche Bauüberwachung durch das Ingenieurbüro Reinhard Beck durchgeführt. Die Leitungen wurden hierbei sowohl in offener als auch in geschlossener Bauweise (partielle Liner und Schlauchliner) saniert.


Kanalsanierung im Werk SONA Remscheid:
Projektziel war die Einhaltung der Selbstüberwachungsverordnung Abwasser und der Erhalt der baulichen und betrieblichen Funktionsfähigkeit des Kanalnetzes der Firma SONA BLW Präzisionsschmiede GmbH. Die Aufgabe bestand in der Kanalzustandserfassung mittels TV-Inspektion und Priorisierung der Sanierungsbedürftigkeit, in der Erstellung des Sanierungskonzeptes sowie der Ausführungsplanung bis hin zum Mitwirken bei der Vergabe und der Örtlichen Bauüberwachung.



Umgestaltung der Wupper


Im Stadtgebiet von Wuppertal ist die Wupper anthropogen stark beeinflusst. Die natürliche Aue ist nicht mehr vorhanden. Stattdessen ist das Gewässer größtenteils von Mauern umgeben. Das Gewässerbett ist einheitlich gestaltet und mit Bermen versehen. Es sind Regen- und Kühlwassereinleitungen vorhanden.


Durch die Umgestaltung, für die das Ingenieurbüro Reinhard Beck maßgeblich mitverantwortlich ist, werden im Rahmen des Machbaren die Gewässerstrukturen in Richtung des Gewässerleitbildes verbessert. Die Kanten der Bermen werden abgeschrägt, so dass sich Uferbereiche mit aquatisch terrestrische Lebensräume bilden können. Bei Niedrigwasser soll sich die Wupper in ein kleineres, pendelndes Gewässerbett zurückziehen können und bei Hochwasser sich bis zu den Begrenzungen (Ufermauern) ausdehnen. Ferner werden durch die Umgestaltung eine Tiefenvarianz sowie langsam fließendere und schneller fließendere Bereiche geschaffen.


Dort wo die überwiegend verrohrten Nebengewässer in die Wupper gelangen, werden strömungslenkende Strukturen geschaffen, damit sich dahinter Kaltwasserzonen ausbilden. Da die Wupper sich bei Hochwasser nicht ausdehnen kann, sind die Fließgeschwindigkeiten größer als bei einem Gewässer das in die Aue ausufern kann. Daher müssen große Leit- und Störsteine ins Gewässerbett eingebracht werden, damit die neu geschaffenen Strukturen dauerhaft sind.


Die Umgestaltungsplanungen beginnen immer mit der Erfassung der vorhandenen Restriktionen (z.B. Schwebebahngerüst, Ver- und Entsorgungsleitungen, Brücken). Sofern die Restriktionen nicht mit geringem Aufwand beseitigt werden können, müssen Tabubereiche ausgewiesen werden. Die verbleibenden Freiräume können gestaltet werden.


Mittels hydraulischer Berechnungen wird nachgewiesen, dass sich bei kleineren Hochwasserereignissen die Wasserspiegel und Gerinnebreite verändert, jedoch beim Bemessungshochwasser von 210 m³/s keine Überflutungen entstehen. Ein Nebeneffekt ist, dass die Wupper auch für den Menschen attraktiver wird. Die Wupper hat inzwischen eine gute Wasserqualität und über weite Bereiche auch ansprechende Gewässerstrukturen. Sie liegt nun wie ein ungeschliffener Rohdiamant im Stadtgebiet, der aber noch nicht so richtig wahrgenommen wird.


Damit die Wupper nun zur Visitenkarte wird, haben sich Bürger zusammengeschlossen und den Verein Neue Ufer Wuppertal (neue-ufer-wuppertal.de) gegründet. In der mittlerweile dreijährigen Vereinstätigkeit wurden zahlreiche Projekte begonnen und durchgeführt, z.B. Wupperpaten, Wupperradweg, Flutufer, Wupperpark Rauental und vieles mehr.



Sanierung auf höchstem Niveau


Gute Nachrichten für alle Städte und Kommunen: Viele von ihnen haben die gravierendsten und folgenschwersten Kanalschäden mittlerweile behoben - nun gilt es, kleinere Schäden zu beseitigen. Hier allerdings sind andere und vor allem filigranere Methoden gefragt, als bei großflächigen Beschädigungen. Auf die Planungen und Ausschreibungen dieser Art von Reparaturen hat sich das Ingenieurbüro Reinhard Beck spezialisiert. Hierunter ist unter anderem die Sanierung mittels partiellem Liner, das Verspachteln von Rissen und das Verpressen von Stutzen zu verstehen.


Das Büro zählt zu den ersten, die etwa in Wuppertal in einem Hochhaus Fallleitungen von ca. 30m Länge mit einem Schlauchliner saniert haben. Diese werden derzeit eher selten in Fallleitungen eingebaut - doch wenn Fallrohre Schäden aufweisen, bietet die Methode klare Vorteile: Es müssen nicht die Leitungen in den ganzen Wohnungen aufgestemmt werden und der Einbau des Schlauchliners dauert nur wenige Stunden.



Örtliche Bauüberwachung in Wuppertal Elberfeld


Zwei bis drei Mal in der Woche fährt Karl Gerhard beruflich in die Innenstadt von Wuppertal Elberfeld. Sein Blick gilt vor allem dem Pflaster, das dort neu verlegt wird: Als Ingenieur ist er seit März 2017 für die Örtliche Bauüberwachung zuständig. "Mein Job ist es, den ordnungsgemäßen Fortschritt der Bauarbeiten zu überwachen, Rechnungen und Baustoffe zu kontrollieren und auf alles - speziell die Baustellenabsicherung - ein Auge zu haben", sagt Karl Gerhard.


Insgesamt geht es um 6 Straßenzüge, die eine neue Pflasterung bekommen sollen, etwa 1,4 Millionen Euro kostet die Baumaßnahme, die rund zwei Jahre dauern wird. "Ein zentraler Aspekt bei diesem Projekt ist die gute Planung der Umsetzung- vor allem mit Blick auf die Sicherheit. Schließlich laufen hier permanent Fußgänger direkt an der Baustelle entlang, und auch für Rettungskräfte muss im Zweifelsfall noch genug Platz sein. Wir müssen also sehr gut überlegen, wie und in welcher Reihenfolge wir vorgehen."


Entsprechend wird jeder Bauabschnitt zuvor mit der Polizei und der Feuerwehr abgestimmt, die maximal 50 Meter lange Abschnitte zulassen. Diese Abstimmungsarbeit fällt auch in den Aufgabenbereich von Karl Gerhard. Hinzu kommt auch noch Vermittlungsarbeit, denn vor allem die ansässigen Einzelhändler, die durch die Arbeiten manchmal zeitweise eingeschränkt werden, möchten wissen, was da vor ihrer Tür passiert.


"Die Baumaßnahme an sich ist nicht so komplex, weil wir ja nicht in die Tiefe gehen. Aber die ganzen Umstände machen sie dann eben doch zu einer spannenden Sache", fasst Karl Gerhard es zusammen.



Teilnahme am Schwebebahnlauf


Es ist ein tolles Event für Wuppertal, bei dem natürlich auch das Ingenieurbüro Reinhard Beck nicht fehlen darf - und so war das Büro beim Schwebebahnlauf am 2. Juli mit insgesamt 6 Läufern am Start. Die wurden passenderweise von 6 weiteren Mitarbeitern angefeuert, die sich zumindest in diesem Jahr noch aufs Zuschauen beschränkt haben. 


Für alle ist es ohne Frage eine gelungene Veranstaltung mit riesigem Spaßfaktor gewesen - die Teilnahme am Schwebebahnlauf 2018 ist damit so gut wie sicher.



"Einige Freundschaften mit Kollegen entstanden"


Im Interview mit Philip Grefkes, Projektleiter beim Ingenieurbüro Reinhard Beck.


Wann bist du geboren?
Ich bin 28 Jahre alt, geboren am 06.06.1989.


Was ist deine Aufgabe beim Ingenieurbüro Beck?
Ich bin für die Bearbeitung der Leistungsphasen 1-4 der HOAI (Entwurfs- und Genehmigungsplanung) als Projektleiter zuständig, außerdem unterstütze ich Jonas Beck im Bereich der 3D-Simulationen.


Wo wohnst du - und warum?
Ich wohne in Wuppertals Südstadt. Hier ist es günstig und meine Wohnung liegt ideal zum Bahnhof und zur Innenstadt. Außerdem ist der Arbeitsweg zum Büro nicht weit.


Was sind die Herausforderungen, auf die du dich bei deiner Arbeit freust?
Dazu zählt sicher, das theoretisch Wissen, das man in der Uni gelernt hat, in der Praxis anzuwenden. Es gibt immer wieder neue Auftraggeber mit verschiedenen Ansprüchen. Und wir müssen auch schwierigere Projekte so bearbeiten, dass alle Projektbeteiligten (intern und extern) zufrieden sind.


Welches Projekt hat dich bislang am meisten begeistert - und warum?
Definitiv der Wirbelfallschacht im St. Annental für die Stadtwerke Essen. Ein Bauwerk, das durch eine 3D CFD-Modellierung simuliert wurde, welches dann aktuell auch so baulich umgesetzt wird.


Wofür brennst du abseits der Arbeit? Was machst du gerne?
Ich mache sehr viel Sport (Laufen, Kraft- und Ausdauertraining) - und ich reise sehr gerne. Was kannst du über das Arbeitsklima im Ingenieurbüro Beck sagen? Es gibt hier ein sehr angenehmes Betriebsklima mit freundlichen Kollegen und sehr hilfsbereite Mitarbeiter. In den zwei Jahren im Büro sind schon einige Freundschaften mit Kollegen entstanden.


Hast du noch ganz persönlich Ziele, was du gerne beruflich erreichen oder einmal machen möchtest?
Ein Ziel ist es, sich persönlich und auch fachlich immer weiter zu entwickeln und wenn sich die Gelegenheit ergibt eventuell auch mal eine leitende Position zu übernehmen. Ein persönliches Ziel von mir ist es - wenn sich eine Situation ergeben sollte - beruflich mal für eine längere Zeit in die USA zu gehen.



Neuauflage des Arbeitsblatts "Retentionsbodenfilter"


Im Juni 2017 ist von der DWA als Gelbdruck das neue Arbeitsblatt DWA-A 178 Retentionsbodenfilteranlagen (RBFA) veröffentlicht worden, an dem mit Martin Schwefringhaus auch ein Experte des Ingenieurbüros Reinhard Beck mitgearbeitet hat. Das neue Arbeitsblatt schafft eine praxistaugliche technische Regel die sich an Planer, Genehmigungsbehörden, Kanalnetzbetreiber und sonstige Betreibern von Retentionsbodenfilteranlagen richtet. Es ersetzt das bestehende Merkblatt DWA- M 178 "Empfehlungen für Planung, Bau und Betrieb von Retentionsbodenfilteranlagen zur weitergehenden Regenwasserbehandlung im Misch- und Trennsystem".


Die Frist zur Stellungnahme endet am 31. August 2017. Anschließend werden von der Arbeitsgruppe Stellungnahmen und Einsprüche bearbeitet und gewertet sowie gegebenenfalls ins Arbeitsblatt eingepflegt. Danach erfolgt die rechtsverbindliche Veröffentlichung als Weißdruck. Retentionsbodenfilter stellen inzwischen ein vielfach bewährtes Verfahren zu Behandlung von Misch- und Regen- und Straßenwasser dar. Im Gegensatz zu Speicher und Sedimentadtionsbauwerken können Retentionsbodenfilter in nennenswertem Umfang die abfiltrierbare Stofffraktion (AFS63) sowie die biogen verfügbaren Abwasserinhaltsstoffe zurückhalten.


Das Arbeitsblatt behandelt die Grundlagen für die Retentionsbodenfilterbecken, es beschreibt die erforderliche Prüfung der Umsetzbarkeit für eine solche Anlage, gibt Vorgaben und Hinweise für Planung, Bau und Betrieb und benennt die Bemessungsanforderungen. "Die Interdisziplinarität sowie die stets gute und kollegiale Zusammenarbeit in der Arbeitsgruppe sind herausragend gewesen", sagt Martin Schwefringhaus.


Die bisherige Bemessung über die Stapelhöhe (aufgetragene Wassersäule) wird im neuen Arbeitsblatt zugunsten des neuen Bemessungsparameters AFS63 (welcher auch der neue Leitparameter des Arbeitsblattes DWA_A 102 ist) aufgegeben (Grenzwert: 7 kg/m² Filterfläche).


"Hierdurch sind besser ausgenutzte Retentionsbodenfilter und somit kleinere Anlagengrößen möglich." Die Arbeitsgruppe setzte sich zusammen aus Vertretern von Forschung und Lehre, Aufsichtsbehörden, Betreibern und Planern, die aus der gesamten Bundesrepublik gekommen sind. Interessant war für alle Beteiligten auch der Einblick in die planerischen und genehmigungstechnischen Besonderheiten der verschiedenen Regionen.



Wiederherstellung des Kornbachs


Seit Jahrzenten fließt der Kornbach im Nachtigallental bei Vonderort (Einzugsgebiet der Emscher) durch ein Rohr - das soll sich nun ändern. Im Auftrag der Stadt Bottrop hat das Ingenieurbüro Reinhard Beck die Genehmigungsplanung für die Renaturierung und Wiederherstellung des Bachs, und die Kanalnetzanzeige für die Erstellung eines neuen Mischwasserkanals übernommen.


Die Herausforderung: Das ursprünglich vorhandene Gewässersystem des Kornbachs wurde im Zuge der Industrialisierung überbaut und an die Mischwasserkanalisation angeschlossen. Die noch vorhandenen nicht befestigten Flächen, offenen Gräben und Gewässerfragmente entwässern vor dem geplanten Umbau vollständig in die Mischwasserkanalisation.


Im Zuge des Emscherumbaus sollen der Kornbach an die Oberfläche geholt und auch hier wieder Misch- und Bachwasser voneinander getrennt werden. Vorangegangene hydrologische Untersuchungen sowie eine erste Machbarkeitsstudie des Ingenieurbüro Reinhard Beck haben gezeigt, dass im Einzugsgebiet des Nachtigallentals grundsätzlich eine Trennung von Misch- und Bachwasser möglich und sinnvoll ist. Um das umzusetzen müssen ein Teil des Mischwasserkanals erneuert sowie ein neues oberirdisches Gewässersystem geschaffen werden. Die vorhandenen Gräben werden dabei in das neue Kornbachsystem integriert.


Für die Plangenehmigung zur Wiederherstellung des Kornbachs nach § 68 WHG zeichnet das Ingenieurbüro Reinhard Beck verantwortlich. Die Aufgabe sieht vor, existierende Gewässerabschnitte und Gräben zu verlängern, zu ertüchtigen und auszubauen und diese von der Mischwasserkanalisation abzukoppeln.


"Hierzu erstellen wir für die Misch- und Schmutzwasserableitung einen neuen Kanal über l = 850 m, damit die geplanten und vorhandenen Gräben und Gewässer keine Schmutzwasseranteile mehr führen. Das Gewässer und die Gräben leiten dann Grund- und Niederschlagswasser über das in städtischer Verantwortung liegende geplante Gewässersystem bis zum künftig für Reinwasser und Gewässer zur Verfügung stehenden vorhandenen EG-Vorfluter Vonderort ab", erklärt Olaf Schlag vom Ingenieurbüro Reinhard Beck.


"Der Mischwasserkanal liegt zukünftig nicht in unwegsamen Gelände, sondern wird durch zugängliche Bereiche verlegt." Insgesamt kostet der Umbau rund 3,3 Millionen Euro von denen das Land 2,3 Millionen Euro als Fördergelder beisteuert. Während der Startschuss zum Umbau im April 2017 unter Beisein von NRW Umweltminister Remmel, Vorstandsvorsitzendem der Emschergenossenschaft Paetzel und Oberbürgermeister Tischler gefallen ist, sollen die Arbeiten spätestens 2020 abgeschlossen sein. Dann wird der Kornbach wieder sauber in die Emscher münden.



Forschungsprojekt zu Starkregeneinflüssen


Eine Folge des Klimawandels sind extreme Wetterereignissen, wie Starkregen, Stürme, Hitze und lange Trockenperioden. Die gewachsenen Strukturen deutscher Städte haben diese Entwicklung lange nicht ausreichend berücksichtigt und erforderliche Maßnahmen vernachlässigt.


Moderne Ansätze berücksichtigen auch diese seltenen Ereignisse. Einige Forschungs- und Entwicklungsprojekte haben bereits die Wechselwirkung zwischen größeren Quartieren oder Stadtgebieten und Klimawandeleffekten untersucht ("Schwammstadt"). Hier werden die Auswirkungen von Klimafolgen und die Potentiale der kleinsten möglichen Einheit, der Liegenschaft, untersucht.


Mit dem Forschungsprojekt "Starkregeneinflüsse auf die bauliche Infrastruktur" und dem Ansatz der an Klimafolgen angepassten Liegenschaft geht das Ingenieurbüro Reinhard Beck hier neue Wege. Es entwickelt einen Leitfaden, dessen Fokus auf der Bewältigung von vermehrt auftretenden Starkregenereignissen in Deutschland liegt. Das Schwamm-Prinzip - eine Liegenschaft, in der nahezu der komplette Niederschlag aufgefangen, gespeichert und wiederverwendet wird - hat dabei einige Synergieeffekte zu anderen Klimapotentialen.


Eine Musterliegenschaft in Bonn, anhand der im späteren Leitfaden Maßnahmen entwickelt werden, wird modelltechnisch mit verschiedenen Starkregen belastet, um die Einflüsse auf die bauliche Infrastruktur aufzuzeigen. Im nächsten Schritt werden nun mögliche Maßnahmen der schadlosen Starkregenbindung und Bewirtschaftung einer "Schwammliegenschaft" entwickelt und mittels eines Modells überprüft.


 



Interview mit unserer neuen Kollegin Maren Hellmig


Alter?
26 Jahre (geboren am 14.08.1990)


Wo bist du geboren und was denkst du über Wuppertal?
Geboren bin ich in Remscheid Lennep. Ich bin in Ronsdorf aufgewachsen und lebe immer noch dort. Wuppertal ist meine Heimatstadt, die sehr viele schöne Ecken hat, man muss sie nur kennen.


Deine genaue Jobbezeichnung?
Bauingenieur mit Vertiefung in Wasserwirtschaft/Wasserbau


Warum hast du dich für das Ingenieurbüro Reinhard Beck entschieden?
Das Büro ist ein lokales und sehr vielseitiges Unternehmen, von dem ich im Vorfeld immer nur Gutes gehört habe. Außerdem ist das Team toll, mit dem macht die Arbeit Spaß, auch das war mir wichtig.


Wie hast du deine neuen Kollegen bislang erlebt?
Einige Kollegen kannte ich ja schon vorher. Ich bin wie erwartet in ein Büro mit einem sehr angenehmen Betriebsklima gekommen und von allen super freundlich aufgenommen worden. Auch wenn es mal stressig ist, sind alle sehr hilfsbereit. Mir gefällt, dass viel im Team gearbeitet wird.


Auf welche Aufgaben und Herausforderungen freust du dich in den kommenden Monaten?
Ich freue mich darauf, das theoretische Wissen aus dem Studium und der Arbeit an der Uni in die Praxis übertragen zu können, viel Neues dazu zu lernen und spannende und innovative Projekte zu bearbeiten.


Wie sieht dein Ausgleich zur Arbeit aus?
Mein sportlicher Ausgleich findet auch im Wasser statt, ich gehe gerne schwimmen. Und ich verbringe gerne Zeit auf dem Pferderücken. Ansonsten mache ich am liebsten irgendetwas unter freiem Himmel.


Welcher Herausforderung würdest du dich privat gerne mal stellen?
Ich weiß nicht, ob Herausforderung das richtige Wort ist. Ich würde gerne mal nach Australien, aber das sehe ich nicht unbedingt als Herausforderung. Außer man könnte es mit einem längeren Aufenthalt verbinden.



Elektroautos: Erst neugierig, dann begeistert


Wuppertal plant, 100 neue Elektroautos zuzulassen: Diese Aktion hat auch das Ingenieurbüro Beck motiviert. "Für uns sind Umweltschutz und Nachhaltigkeit sehr wichtig, deswegen stand für uns sofort fest, dass wir daran teilnehmen", sagt Inhaber Reinhard Beck. Ohne viel Vorwissen und ohne lange zu überlegen, wurde daher 2014 ein Elektro-Smart angeschafft, das ungefähr 50. Elektroauto in Wuppertal. "Wir wollten unbedingt Vorreiter sein und mit gutem Beispiel vorangehen. Natürlich sind alle entsprechend neugierig gewesen, als der Wagen dann da war", erklärt Beck.


Und der erste Eindruck konnte voll überzeugen: ein toller Wagen, eine stufenlose Automatik die begeistert, ausreichend Platz und ein Fahrgefühl, das Spaß macht. Aber wie sieht das in der Praxis aus? Nach inzwischen mehr als drei Jahren, fällt das Fazit leicht: "Der Smart hat eine Reichweite von ungefähr 100 Kilometern, damit kann man schon viele Ziele erreichen. Natürlich fährt man mit so einem Auto bewusster und achtet mehr auf die Ladeanzeige, weil man weiß, dass man es im Zweifel nicht einfach so überall in ein paar Minuten wieder aufladen kann. Aber auch das hat einen gewissen Reiz."


Eine Stunde braucht der E-Smart an der Schnellladedose, bis er wieder voll ist, an einer haushaltsüblichen Steckdose sind es bis zu fünf Stunden. "Tatsächlich ist es erst einmal vorgekommen, dass wir unterwegs aufgeladen haben - und das auch eher zur Sicherheit als aus der Not heraus." Inzwischen ist auch das Netz an Ladesäulen deutlich ausgebaut, fast jede große Raststätte hat eine, Apps zeigen an, wo die Ladesäulen in der Stadt stehen und ob sie gerade besetzt sind. Die positiven Erfahrungen waren für das Ingenieurbüro Beck Grund genug, den Fuhrpark an Elektroautos weiter aufzubauen. Mittlerweile gehören auch zwei Toyota Auris Hybrid, 1 Plug-in Hybrid von Mitsubishi und - noch ganz neu - auch ein Renault Zoe dazu.


"Der Zoe ist toll. Er hat eine Reichweite von rund 300 Kilometern und ist mit allem Komfort ausgestattet, den auch ein Wagen mit Verbrennungsmotor hat." Das Fazit von Reinhard Beck: "Elektromobilität hat mich voll überzeugt. Unser Ziel ist es, unseren Fuhrpark nach und nach auszutauschen, und nur noch Elektroautos zu fahren. Aktuell haben wir den Antrag auf eine eigene Schnellladestation gestellt. Und die Reichweite wird für uns nie ein Problem, denn für ganz weite Fahrten nehmen wir ohnehin lieber den Zug."



Zertifizierung: Hauptaudit erfolgreich absolviert


Das Ingenieurbüro Reinhard Beck ist bereits seit 2002 nach DIN ISO 9001 zertifiziert. Durch regelmäßige Audits ist es seitdem von der Deutschen Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen (DQS) überprüft worden, so dass das Zertifikat immer wieder erneuert werden konnte.


In diesem Jahr schließlich erfolgte die Umstellung des Zertifikats von DIN EN ISO 9001:2008 auf DIN EN ISO 9001:2015. In der neuen Norm sind im Vergleich zu vorher neue und erweiterte Anforderungen zu berücksichtigen. Dazu zählen beispielsweise die Anforderungen an die Organisation. Entsprechend ist die Dokumentation im Vorfeld überarbeitet und angepasst worden.


Nach einem Übergangsaudit hat nun im April das Hauptaudit stattgefunden, welches das Ingenieurbüro Reinhard Beck erfolgreich absolviert hat.



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