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Das Problem Die Siedlungswasserwirtschaft wird oft auf die Sanierung von Einleitungen in Gewässer reduziert. Hier gibt es sichtbaren Handlungsbedarf und eine Vielzahl rechtlicher Instrumente und Regelwerke, die den Sanierungsprozess flankieren. Im Talraum kollidieren die Forderungen aus Gewässer- und Landschaftsschutz regelmäßig miteinander. Retention braucht Fläche, diese ist rar und oft genug aus Landschaftssicht wertvoll und unverzichtbar. Aber die Vertreter des Boden- und Grundwasserschutzes, der etablierten Nutzungen, der Kulturdenkmäler oder des Landschaftsbildes melden berechtigte Interessen an einem optimierten Eingriff mit maximaler Wirkung und weitestgehender Rücksichtsnahme auf die anderen Akteure an. Siedlungsentwässerung beginnt an der abflusswirksamen Fläche, dem Wohngebäude, der Fabrik, der Straße, den Grund- und Hausanschlussleitungen, den Neben- und Hauptsammlern, den Behandlungs-und Retentionsanlagen und endet an dem Gewässer mit seiner Talaue für den Niedrig- und Hochwasserabfluss. Offensichtlich gibt es einige Stellschrauben, die direkten Einfluss auf die Menge und Qualität der in die Gewässer eingeleiteten Wassermengen haben. Die Reduzierung von Fremdwasser - hier im Wesentlichen Quell- und Schichtenwasser - entlastet direkt die Regenüberlaufbecken. Abgekoppelte, saubere Flächen reduzieren die Abflussspitzen und damit den hydraulischen Sanierungsaufwand in der Kanalisation. Fragen Mit welchen Maßnahmen bekomme ich den größtmöglichen Erfolg bei angemessenem Ressourceneinsatz? Wie viel Strukturverbesserung und Veränderung der Einleitungsbedingungen brauche ich, um die Selbstheilungskräfte der Natur anzustoßen? Sind maximale Forderungen für den Wasser- und Landschaftsschutz wirklich hilfreich? Was braucht es für Veränderungen in der Genehmigungspraxis, in der Moderation, in der Zielformulierung um dogmatische Blockaden aufzuheben? Eine Idee Mit dem WasserLandschaftKonzept haben wir gemeinsam mit dem EntsorgungsBetrieben Solingen der Stadt und den Verbänden eine neue Vorgehensweise gerade für "schwierige" Fälle im empfindlichen Landschaftsraum entwickelt. Die vorbereitete, intensive, gemeinsame Begehung des ganzen Natur- und Siedlungsraums schärft den Blick für alle wasserwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Das Abwägen und Diskutieren vor Ort, über machbare Lösungen, bindet alle Beteiligten ein. Maximalforderungen müssen erklärt, begründet und deren Umsetzung im Gelände belegt werden. Dieser Abstimmungsprozess bekommt eine Verbindlichkeit und führt, wie die ersten Durchläufe zeigen, zu angemessenen schrittweisen Maßnahmen, die den gesamten Landschaftsraum entwickeln.
Mit dem Wasserwirtschftlichen GesamtKonzept (WGK), findet die Erweiterung dieser Vorgehensweise auf städtische Strukturen statt. Gewässerentwicklung, als Spagat zwischen den ökologischen Zielsetzungen der WRRL, dem Hochwasserschutz, einer zukunftsorientierten Stadtentwicklung, den Pflichtaufgaben des Verbandes und des Netzbetreibers. Können wir nicht die Fremdwassersanierung mit der Abkopplung von unverschmutzten, befestigten Flächen so verknüpfen, dass neue Stadtbäche entstehen, die das Leben in der Stadt für Mensch und Tier wieder attraktiver machen? Sauberes Wasser ist viel zu kostbar, als das es nur als Problem an der Entlastungsanlage und auf den Kläranlagen betrachtet werden darf, es bietet vielfältige Chancen.
Wasserwirtschaftliche GesamtKonzept WGK
Beispiel für die Maßnahmenentwicklung im WGK Konzeptdarstellung in Form eines 3D Films GisWerkstatt...

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