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Reinhard Beck Geschäftsführer Ingenieurbüro Reinhard Beck GmbH & Co. KG

Wasser mit Plan

Das Ingenieurbüro Reinhard Beck steht für maßgeschneiderte Lösungen auf höchstem Niveau.

Unsere Leistungen reichen von der Bedarfsplanung im Wasserbau über individuelle Studien und Kanalplanungen bis hin zu Gewässerausbaumaßnahmen und Baubegleitungen. Eines unserer Kernthemen ist die Gefahren- und Risikoanalyse mit Blick auf urbane Sturzfluten.
 

Mehr als 30 Mitarbeiter bearbeiten Projekte im In- und Ausland. Unsere zielgerichtete und effektive Kommunikation garantiert eine schnelle und professionelle Umsetzung. Wir schaffen den Spagat zwischen wasserrechtlichen Anforderungen und kreativen Lösungen, ohne den ökologischen Anspruch aufzugeben.

NEWS:

Wiederherstellung des Kornbachs


Seit Jahrzenten fließt der Kornbach im Nachtigallental bei Vonderort (Einzugsgebiet der Emscher) durch ein Rohr - das soll sich nun ändern. Im Auftrag der Stadt Bottrop hat das Ingenieurbüro Reinhard Beck die Genehmigungsplanung für die Renaturierung und Wiederherstellung des Bachs, und die Kanalnetzanzeige für die Erstellung eines neuen Mischwasserkanals übernommen.


Die Herausforderung: Das ursprünglich vorhandene Gewässersystem des Kornbachs wurde im Zuge der Industrialisierung überbaut und an die Mischwasserkanalisation angeschlossen. Die noch vorhandenen nicht befestigten Flächen, offenen Gräben und Gewässerfragmente entwässern vor dem geplanten Umbau vollständig in die Mischwasserkanalisation.


Im Zuge des Emscherumbaus sollen der Kornbach an die Oberfläche geholt und auch hier wieder Misch- und Bachwasser voneinander getrennt werden. Vorangegangene hydrologische Untersuchungen sowie eine erste Machbarkeitsstudie des Ingenieurbüro Reinhard Beck haben gezeigt, dass im Einzugsgebiet des Nachtigallentals grundsätzlich eine Trennung von Misch- und Bachwasser möglich und sinnvoll ist. Um das umzusetzen müssen ein Teil des Mischwasserkanals erneuert sowie ein neues oberirdisches Gewässersystem geschaffen werden. Die vorhandenen Gräben werden dabei in das neue Kornbachsystem integriert.


Für die Plangenehmigung zur Wiederherstellung des Kornbachs nach § 68 WHG zeichnet das Ingenieurbüro Reinhard Beck verantwortlich. Die Aufgabe sieht vor, existierende Gewässerabschnitte und Gräben zu verlängern, zu ertüchtigen und auszubauen und diese von der Mischwasserkanalisation abzukoppeln.


"Hierzu erstellen wir für die Misch- und Schmutzwasserableitung einen neuen Kanal über l = 850 m, damit die geplanten und vorhandenen Gräben und Gewässer keine Schmutzwasseranteile mehr führen. Das Gewässer und die Gräben leiten dann Grund- und Niederschlagswasser über das in städtischer Verantwortung liegende geplante Gewässersystem bis zum künftig für Reinwasser und Gewässer zur Verfügung stehenden vorhandenen EG-Vorfluter Vonderort ab", erklärt Olaf Schlag vom Ingenieurbüro Reinhard Beck.


"Der Mischwasserkanal liegt zukünftig nicht in unwegsamen Gelände, sondern wird durch zugängliche Bereiche verlegt." Insgesamt kostet der Umbau rund 3,3 Millionen Euro von denen das Land 2,3 Millionen Euro als Fördergelder beisteuert. Während der Startschuss zum Umbau im April 2017 unter Beisein von NRW Umweltminister Remmel, Vorstandsvorsitzendem der Emschergenossenschaft Paetzel und Oberbürgermeister Tischler gefallen ist, sollen die Arbeiten spätestens 2020 abgeschlossen sein. Dann wird der Kornbach wieder sauber in die Emscher münden.



Neuauflage des Arbeitsblatts "Retentionsbodenfilter"


Im Juni 2017 ist von der DWA als Gelbdruck das neue Arbeitsblatt DWA-A 178 Retentionsbodenfilteranlagen (RBFA) veröffentlicht worden, an dem mit Martin Schwefringhaus auch ein Experte des Ingenieurbüros Reinhard Beck mitgearbeitet hat. Das neue Arbeitsblatt schafft eine praxistaugliche technische Regel die sich an Planer, Genehmigungsbehörden, Kanalnetzbetreiber und sonstige Betreibern von Retentionsbodenfilteranlagen richtet. Es ersetzt das bestehende Merkblatt DWA- M 178 "Empfehlungen für Planung, Bau und Betrieb von Retentionsbodenfilteranlagen zur weitergehenden Regenwasserbehandlung im Misch- und Trennsystem".


Die Frist zur Stellungnahme endet am 31. August 2017. Anschließend werden von der Arbeitsgruppe Stellungnahmen und Einsprüche bearbeitet und gewertet sowie gegebenenfalls ins Arbeitsblatt eingepflegt. Danach erfolgt die rechtsverbindliche Veröffentlichung als Weißdruck. Retentionsbodenfilter stellen inzwischen ein vielfach bewährtes Verfahren zu Behandlung von Misch- und Regen- und Straßenwasser dar. Im Gegensatz zu Speicher und Sedimentadtionsbauwerken können Retentionsbodenfilter in nennenswertem Umfang die abfiltrierbare Stofffraktion (AFS63) sowie die biogen verfügbaren Abwasserinhaltsstoffe zurückhalten.


Das Arbeitsblatt behandelt die Grundlagen für die Retentionsbodenfilterbecken, es beschreibt die erforderliche Prüfung der Umsetzbarkeit für eine solche Anlage, gibt Vorgaben und Hinweise für Planung, Bau und Betrieb und benennt die Bemessungsanforderungen. "Die Interdisziplinarität sowie die stets gute und kollegiale Zusammenarbeit in der Arbeitsgruppe sind herausragend gewesen", sagt Martin Schwefringhaus.


Die bisherige Bemessung über die Stapelhöhe (aufgetragene Wassersäule) wird im neuen Arbeitsblatt zugunsten des neuen Bemessungsparameters AFS63 (welcher auch der neue Leitparameter des Arbeitsblattes DWA_A 102 ist) aufgegeben (Grenzwert: 7 kg/m² Filterfläche).


"Hierdurch sind besser ausgenutzte Retentionsbodenfilter und somit kleinere Anlagengrößen möglich." Die Arbeitsgruppe setzte sich zusammen aus Vertretern von Forschung und Lehre, Aufsichtsbehörden, Betreibern und Planern, die aus der gesamten Bundesrepublik gekommen sind. Interessant war für alle Beteiligten auch der Einblick in die planerischen und genehmigungstechnischen Besonderheiten der verschiedenen Regionen.



Forschungsprojekt zu Starkregeneinflüssen


Eine Folge des Klimawandels sind extreme Wetterereignissen, wie Starkregen, Stürme, Hitze und lange Trockenperioden. Die gewachsenen Strukturen deutscher Städte haben diese Entwicklung lange nicht ausreichend berücksichtigt und erforderliche Maßnahmen vernachlässigt.


Moderne Ansätze berücksichtigen auch diese seltenen Ereignisse. Einige Forschungs- und Entwicklungsprojekte haben bereits die Wechselwirkung zwischen größeren Quartieren oder Stadtgebieten und Klimawandeleffekten untersucht ("Schwammstadt"). Hier werden die Auswirkungen von Klimafolgen und die Potentiale der kleinsten möglichen Einheit, der Liegenschaft, untersucht.


Mit dem Forschungsprojekt "Starkregeneinflüsse auf die bauliche Infrastruktur" und dem Ansatz der an Klimafolgen angepassten Liegenschaft geht das Ingenieurbüro Reinhard Beck hier neue Wege. Es entwickelt einen Leitfaden, dessen Fokus auf der Bewältigung von vermehrt auftretenden Starkregenereignissen in Deutschland liegt. Das Schwamm-Prinzip - eine Liegenschaft, in der nahezu der komplette Niederschlag aufgefangen, gespeichert und wiederverwendet wird - hat dabei einige Synergieeffekte zu anderen Klimapotentialen.


Eine Musterliegenschaft in Bonn, anhand der im späteren Leitfaden Maßnahmen entwickelt werden, wird modelltechnisch mit verschiedenen Starkregen belastet, um die Einflüsse auf die bauliche Infrastruktur aufzuzeigen. Im nächsten Schritt werden nun mögliche Maßnahmen der schadlosen Starkregenbindung und Bewirtschaftung einer "Schwammliegenschaft" entwickelt und mittels eines Modells überprüft.


 



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