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BWK - M 3

Das BWK - M3 erlaubt eine immissionsbezogene Betrachtung von Misch- und Niederschlagswassereinleitungen in oberirdische Fließgewässer.
Es wird die Gesamtheit von Schmutz-, Misch- und Niederschlagswassereinleitungen in einem zuvor zu definierenden Gewässerabschnitt, dem sog. Siedlungsgebiet betrachtet.
Anhand von einfachen Messungen vor Ort, Erfassung der oberirdischen Gewässereinzugsgebiete und einer Ermittlung der Abflussspenden für MNq und Hq1,pnat wird die Belastbarkeit des Gewässers ermittelt. Dem werden die Belastungen aus den Einleitungen gegenübergestellt. Bei einer Überschreitung der Gewässerbelast¬barkeit sind ortspezifische Maßnahmen zu ergreifen.
Das Merkblatt beinhaltet einen stofflichen und hydraulischen Nachweis. Ferner benennt es Gewässer und Gewässerabschnitte, die einleitungsfrei zu halten sind.
Die stoffliche und hydraulische Gewässerbelastbarkeit kann mittels eines vereinfachten oder eines detaillierten Nachweisverfahrens oder aus einer Kombination von beiden ermittelt werden. Für das vereinfachte Verfahren ist dem Merkblatt eine Excel Tabellenkalkulation beigefügt. Ferner steht dem Anwender seit Februar 2002 die Software VereNa.M3 zur Verfügung. Für die detaillierte Nachweisführung erarbeitet der BWK derzeit die Rahmenbedingungen und Grenzwerte.
Die Bezugsgröße beim hydraulischen Nachweis ist der potenziell natürliche einjährliche Hochwasserabfluss (HQ1,pnat), der durch die siedlungsbedingten Einleitungen auf den potenziell natürlichen zweijährlichen Hochwasserabfluss (HQ2,pnat = HQ1,pnat + X) erhöht werden darf.
Für den stofflichen Nachweis sind bestimmte Sauerstoff- und Ammoniakgrenzwerte einzuhalten. Die Belastungen aus dem Niederschlagswasserabfluss wird aus den Abwasserparametern BSB5, CSB, Nges und AFS ermittelt.
BWK - M3 in der praktischen Anwendung