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Das Projekt "Umgestaltung des Stadtflusses Wupper - Alter Markt bis Loher Brücke -"
und erste Ergebnisse


Das Projekt Umgestaltung Wupper - Alter Markt bis Loher Brücke - wurde vom Ingenieurbüro Reinhard Beck geplant und vom Wupperverband umgesetzt.
Ziel war es im gegebenen Rahmen des Hochwasserprofils den eintönigen Abfluss durch Schaffung von horizontalen und vertikalen Bewegungsstrukturen aufzuheben und Ansätze für eine Gewässerentwicklung zu bieten.

Hier sehen Sie einige Vor- / Nachher- Fotos zum Projekt.
Die Wupper in Höhe der Oper vor der Umgestaltung.
Die Wupper in Höhe der Oper nach der Umgestaltung.
Die Wupper am - Alter Markt - vor der Umgestaltung
Die Wupper am -Alter Markt- nach der Umgestaltung.
Die Wupper am -Alter Markt- nach der Umgestaltung.
Die Wupper am -Alter Markt- nach der Umgestaltung.
Abbruch der linken Berme
Sept. 2005
Eingeengtes Wupperbett, Blick gegen die Fließrichtung
Dez. 2004
Verändertes Fließverhalten durch Kolke, Störsteine und Geschiebedepots
Linksseitige Berme, Blick in Fließrichtung
Dez. 2004
Abbruch der Berme, rechts einragendes Geschiebedepot
Sept. 2005
Augen MS
Die Limares GmbH hat im Jahr 2008, ca. 2 Jahre nach Umsetzung der Maßnahmen eine Erfolgskontrolle der Strukturverbesserungsmaßnahmen durchgeführt.

Hieraus wurde folgendes Fazit gezogen (Quelle - limares GmbH: "Naturnahe Entwicklung von Fließgewässern: Fischereiökologische Erfolgskontrolle der Umgestalltungsmaßnahme Wupper, Alter Markt" Ergebnisbericht 2008):
Aufgrund des positiven Ergebnisses der Erfolgskontrolle plant der Wupperverband weitere Strukturverbesserungsmaßnahmen.

Weitere Informationen zum Projekt und zur Erfolgskontrolle erhalten Sie bei
Herrn Dipl. Ing. Arnim Lützenberger,
Wupperverband, Untere Lichtenplatzer Str. 100, 42289 Wuppertal
In der Wupper zeigt der Vorher-Nachher-Vergleich einer Umgestaltungsmaßnahme am "Alter Markt" die deutliche Verbesserung in der Fischbesiedlung um eine ökologische Zustandsklasse von vorher "mäßig" auf anschließend "gut". Vor allem die Fischmenge nahm zu. Ebenfalls zeigte sich das Jungfischaufkommen gewässertypischer, aber insgesamt seltener und empfindlicher rheophiler Arten verbessert. Besonders hervorzuheben ist neben einem hohen Brütlingsvorkommen von Äschen der gute Nasenbestand im Streckenabschnitt. Die Verbesserung in der Fischbesiedlung ist als Erfolg der Baumaßnahme zur Strukturverbesserung und Erhöhung der Habitatvielfalt zuzuordnen, ist aber bislang in ihrer Nachhaltigkeit noch nicht einzuschätzen, da Wiederbesiedlungsvorgänge starken Schwankungen unterliegen können.

Die auf die Umgestaltungsmaßnahme zurückgeführten Veränderungen in der Fischbesiedlung im Streckenabschnitt "Alter Markt" werden durch die Ergebnisse zu den Struktur-, Substrat- und Strömungsverhältnissen plausibel unterstützt.

Die Erfassungen wiesen den Wupperabschnitt im Jahr 2006 bezogen auf die Strömung, die Sohlstrukturen und die Substratausstattung noch als gering bis mäßig divers im Vergleich zum morphologischen Referenzzustand des Gewässertyps aus. Demgegenüber zeigen sich im Jahr 2008 nach der Umgestaltung positive Veränderungen: Strömung- und Strukturverhältnisse sind abwechslungsreicher und für die Besiedlung im Abschnitt relevant verbessert. Vor allem für das Strömungsmosaik ist dies gut zu beobachten.

Die Substratverhältnisse zeigen durch die Umgestaltung dagegen bislang keine bzw. kaum messbare Veränderungen. Die Messergebnisse weisen auf das Geschiebedefizit im Wupperabschnitt hin, auf den fehlenden Eintrag von Geschiebematerial aus den Uferbereichen am "Alter Markt" und die stellenweise noch vorhandene Sohlpflasterung. Dem gegenüber zeigt die Verteilung der vorhandenen Substrate in den Querprofilen eine höhere Diversität nach der Umgestaltung, d. h., in der Umgestaltungsstrecke erfolgen kleinräumigere Umlagerungen von Substraten. Obwohl im Gesamtanteil kaum zugenommen, fiel vor Ort so etwa frisch aufgeschütteter Feinkies stärker auf als vor der Maßnahmenumsetzung.

In wie weit sich die durch die Umgestaltungsmaßnahme verbesserten
ökomorphologischen Verhältnisse als nachhaltig für die Biologie der Wupper erweisen, ist vor dem Gesamthintergrund der weiterhin bestehenden massiven Restriktionen und von weiteren möglichen Einflüssen, die hier nicht betrachtet wurden, nicht zu prognostizieren. Ebenso ist ein Teilziel der Umgestaltung, nämlich eine eigendynamische Gewässerentwicklung im festgelegten Hochflutbett so weit wie möglich zu initiieren, erst in der Folgezeit zu untersuchen.

Von daher ist das Fazit zur Umgestaltungsstrecke "Alter Markt" ein Zwischenfazit: trotz der gegebenen schwierigen äußeren Rahmenbedingungen wurde bislang eine positive Annäherung an den angestrebten Zielzustand erreicht.