Abflussmessung bzw. DurchflussmessungEinrichtungen zur stationären Durchflussmessung werden beispielsweise auf Kläranlagen und an Bauwerken der
Kanalisation seit über fünfzig Jahren vorgesehen und betrieben.
Die in der Vergangenheit ermittelten Zahlen bzw. Messwerte hatten zunächst nur orientierenden Charakter. Ein
Zwang zur sorgfältigen Betriebsüberwachung bestand nicht.
Das Fehlen eines klar definierten Überwachungsmodus führte dazu, dass die Durchflussmessung als lästige Pflicht
verstanden wurde. Dementsprechend führten die Messstellen jahrelang ein Schattendasein.
Heutzutage sind Abfluss- bzw. Durchflussmessungen nicht mehr wegzudenken. Die Messungen gelten als wichtiges
Instrument in der Generalentwässerungsplanung. Anhand von Messdaten, die das Ergebnis einer langen Messkampagne
darstellen, werden Kanalnetze kalibriert.
Gab es früher noch den Leitsatz, dass Messungen die Verlässlichkeit der Simulationsrechnungen steigert und ein
wichtiger Teilaspekt des GEP ist, haben sich die Vorzeichen umgekehrt.
In der heutigen Zeit bedeutet die Messkampagne eine Erstellung einer hochwertigen Datengrundlage für die Generalentwässerung.
Hinsichtlich der Generalentwässerungsplanung führt die Abflussmessung zu erheblichen Kosteneinsparungen im Planungsprozess.
Ziele der Niederschlag - Abfluss - Messung sind:
- Trockenwetterabflüsse in Teilgebieten (QT,aM, Qtx)
- Nachtminima in Teilgebieten (QF)
- Dokumentation der abflusswirksamen Flächen (Au)
- Überprüfung der Drosselfunktionen der Bauwerke im Betrieb
- Entlastungsverhalten der Bauwerke/Hydraulik der Bauwerke
Neben dem Einsatz in der Generalentwässerungsplanung werden Messungen (mobil bzw. stationär) speziell zur Beurteilung des Fremdwasserabflussaufkommens eingesetzt. Generell bedarf es einer Qualitätssicherung in Messprojekten, d. h. die Messungen müssen auf Plausibiltät überprüft werden.